Seit über sieben Monaten kauft Energiekontor eigene Aktien zurück – kontinuierlich, Woche für Woche. Doch während das Rückkaufprogramm planmäßig voranschreitet, notiert die Aktie des Windparkentwicklers aus Bremen weit unter ihrem Allzeithoch. Gleichzeitig meldet das Unternehmen operative Fortschritte im Windparkportfolio. Ein Blick auf die aktuelle Gemengelage.

Rückkaufprogramm auf Kurs

In der Handelswoche vom 16. bis 20. Februar erwarb Energiekontor weitere 1.325 eigene Aktien. Seit Programmstart am 7. Juli 2025 summiert sich der Rückkauf auf 39.049 Papiere. Bis zum 30. Juni 2026 sollen bis zu 80.000 Aktien für maximal 9 Millionen Euro zurückgekauft werden. Fast die Hälfte der Zeit ist verstrichen, knapp die Hälfte des geplanten Volumens erreicht.

Der aktuelle Kurs liegt bei 38,85 Euro. Vom Allzeithoch bei 101,20 Euro aus August 2022 ist die Aktie damit rund 62 Prozent entfernt. Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Minus von rund 3 Prozent.

Windpark Oederquart: Kapazität steigt

Parallel zum Kapitalmarkt liefert Energiekontor operative Nachrichten. Im Landkreis Stade nahm das Unternehmen den repowerten Windpark Oederquart in Betrieb: Sechs moderne Enercon-Anlagen ersetzen zehn Altanlagen. Die Standortkapazität beträgt nun rund 33 Megawatt, wovon etwa die Hälfte dem eigenen Portfolio zugerechnet wird.

Damit erhöht sich die Gesamtkapazität der konzerneigenen Wind- und Solarparks auf etwa 450 Megawatt. Projekte mit über 200 Megawatt sind derzeit im Bau, drei davon mit zusammen mehr als 120 Megawatt sollen noch 2026 fertiggestellt werden. Das mittelfristige Ziel: ein Eigenportfolio von rund 650 Megawatt.

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Projektverkäufe und Pipeline

Neben dem Portfolioausbau verzeichnete Energiekontor im Januar einen weiteren Projektverkauf. Zwei Onshore-Windparks mit 93 Megawatt Gesamtleistung gingen an den österreichischen Energieversorger illwerke vkw. Die Windparks Haberloh und Heidkrug in Niedersachsen sollen Ende 2027 schlüsselfertig übergeben werden.

Insgesamt erreichten im Geschäftsjahr 2025 vierzehn Wind- und Solarprojekte mit über 350 Megawatt den Financial Close. Aktuell befinden sich 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in der Bauvorbereitung – ein neuer Rekordwert für das Unternehmen.

Zahlen folgen Ende März

Die operativen Fortschritte schlagen sich zeitversetzt in den Finanzkennzahlen nieder. Ein Teil der Projekte geht erst 2026 in Betrieb, der Großteil folgt 2027. Am 31. März 2026 veröffentlicht Energiekontor den Geschäftsbericht für 2025. Dann dürfte sich zeigen, wie sich die Projektpipeline auf die mittelfristigen Finanzziele auswirkt.

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