Energiekontor zieht sein Aktienrückkaufprogramm weiter durch – und liefert damit ein klares Signal: Das Management hält die eigene Aktie auf dem aktuellen Niveau für attraktiv genug, um weiter Stücke vom Markt zu nehmen. Gleichzeitig wächst das Eigenportfolio, während Anleger auf die Jahreszahlen Ende März warten. Wie viel Gewicht hat der Rückkauf in diesem Gesamtbild?

Aktienrückkauf: Kleine Stückzahl, konsequente Linie

Laut Pflichtmitteilung vom 24. Februar kaufte Energiekontor in der Woche vom 16. bis 20. Februar insgesamt 1.325 eigene Aktien über XETRA. Seit Start des Programms am 7. Juli 2025 summiert sich der Rückkauf damit auf 39.049 Aktien.

Gemessen an 13.942.086 ausstehenden Aktien (Stand 31. Dezember 2025) bleibt das Volumen zwar überschaubar. Trotzdem: Der Rückkauf läuft kontinuierlich weiter – Woche für Woche. Das Programm war Anfang Juli 2025 auf Basis eines Hauptversammlungsbeschlusses angekündigt worden.

Zur Einordnung: Die Aktie schloss gestern bei 38,20 Euro. Auf 12-Monats-Sicht steht ein Minus von 14,92% zu Buche. Auffällig ist zudem die kurzfristige technische Lage: Der RSI (14 Tage) liegt bei 20,8 und signalisiert damit eine stark überverkaufte Situation.

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Operativ: Portfolio wächst – Pipeline bleibt prall

Parallel zum Rückkauf gab es zuletzt auch operative Neuigkeiten. Am 16. Februar meldete das Unternehmen die Inbetriebnahme des repowerten Windparks Oederquart. Das konzerneigene Portfolio stieg dadurch um rund 17 Megawatt auf etwa 450 Megawatt, verteilt auf 35 Windparks und vier Solarparks.

Dazu kommt eine gut gefüllte Bau-Pipeline: Mehr als 200 Megawatt befinden sich laut Unternehmensangaben im Bau und sind ebenfalls für das Eigenportfolio vorgesehen. Für 2026 plant Energiekontor die Fertigstellung von drei Projekten mit zusammen über 120 Megawatt – darunter zwei Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern (rund 113 MWp) mit langfristigen PPAs sowie eine Einzelwindenergieanlage in Niedersachsen (rund 7 Megawatt). Für 2027 sind weitere rund 85 Megawatt vorgesehen, perspektivisch bis zu etwa 650 Megawatt Eigenportfolio.

Zahlen im Blick: EBT-Spanne bestätigt, Termin steht

Beim Ergebnis hält Energiekontor an der Prognose fest. Am 29. Dezember 2025 bestätigte das Unternehmen für 2025 eine EBT-Bandbreite von 30 bis 40 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für 2024 weist das Fact Sheet ein EBT von 36,2 Millionen Euro bei 126,5 Millionen Euro Umsatz aus.

Der nächste konkrete Gradmesser folgt zeitnah: Laut Finanzkalender werden die nächsten Geschäftszahlen am 31. März 2026 erwartet. Bis dahin liefern Rückkauf und Portfolioausbau die aktuellen Datenpunkte – die harte Einordnung kommt dann mit dem Jahresabschluss.

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