Energiekontor Aktie: Eigenbestand wächst
Energiekontor liefert operativ nach – und das könnte für die Aktie wichtiger sein als jede Tageslaune. Mit dem Repowering-Projekt Oederquart wächst der Eigenbestand spürbar weiter, also genau der Bereich, der für stabilere, wiederkehrende Erlöse stehen soll. Kann das den zuletzt zähen Kursverlauf nachhaltig stützen?
Repowering in Oederquart: Weniger Anlagen, mehr Leistung
Der zentrale operative Impuls kommt aus Niedersachsen: Am 16. Februar meldete Energiekontor die Inbetriebnahme des Repowering-Windparks Oederquart (Landkreis Stade). Dort wurden zehn ältere Windräder durch sechs modernere, leistungsstärkere Anlagen ersetzt.
Der Knackpunkt: Obwohl die Zahl der Anlagen sinkt, steigt die Gesamtnennleistung auf rund 33 Megawatt. Für den konzerneigenen Bestand ergibt sich daraus ein Netto-Zuwachs von etwa 17 Megawatt. Das unterstreicht, warum Repowering für Entwickler attraktiv ist: Bestehende Standorte werden effizienter genutzt, ohne komplett bei null anzufangen.
450 Megawatt im Eigenbestand – und mehr als 200 MW in Bau
Mit Oederquart beziffert Energiekontor das Erzeugungsportfolio im Eigenbestand nun auf rund 450 Megawatt. Strategisch ist das relevant, weil Stromerlöse aus eigenen Parks laut Unternehmen für stabilere Cashflows sorgen sollen – und damit Schwankungen aus dem Projektgeschäft abfedern.
Der Blick nach vorn ist ebenfalls konkret: Nach Unternehmensangaben sind aktuell mehr als 200 Megawatt an Wind- und Solarprojekten im Bau, die ebenfalls in den Eigenbestand gehen sollen. Projekte mit zusammen über 120 Megawatt sollen noch im laufenden Geschäftsjahr 2026 ans Netz gehen.
Kursbild: Stabilisierung mit Fragezeichen
An der Börse passt das Bild zu einer vorsichtigen Stabilisierung nach der Korrektur seit Herbst 2025. Heute notiert die Aktie bei 39,30 Euro (leicht im Plus), über die letzten 30 Tage steht ein Zuwachs von 11,65% zu Buche. Gleichzeitig zeigt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (61,80 Euro) von rund 36% noch, wie groß die Lücke zur früheren Bewertung ist.
Technisch fällt vor allem eines auf: Der Kurs liegt über dem 50‑Tage-Durchschnitt (37,05 Euro), aber noch knapp unter der 200‑Tage-Linie (40,58 Euro). Dazu kommt ein sehr niedriger RSI von 20,8 – ein Signal für eine stark überverkaufte Lage, die eine Erholung begünstigen kann, aber keinen Automatismus darstellt.
Unterm Strich liefert Oederquart einen greifbaren operativen Fortschritt, während die Aktie chartseitig in einer Übergangsphase steckt: Stabilisierung ja – eine klare Trendwende wäre erst dann überzeugender, wenn sich der Kurs auch oberhalb der 200‑Tage-Linie festsetzt.
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