Der Hunger nach Künstlicher Intelligenz treibt die Nachfrage nach Hardware in ungekannte Höhen. Für den Speicherhersteller Micron Technology bedeutet das eine luxuriöse, aber herausfordernde Situation: Wer jetzt noch HBM4-Chips der nächsten Generation für das Jahr 2026 bestellen will, kommt zu spät. Die gesamte Jahresproduktion ist bereits durch langfristige Verträge vergeben.

Vom Chip-Verkäufer zum Infrastruktur-Partner

Verantwortlich für diesen Ansturm ist der massive Ausbau der globalen KI-Infrastruktur. Technologiekonzerne erweitern ihre Rechenzentren in einem Tempo, das die Zulieferkette unter extremen Druck setzt. Spezieller Hochleistungs-Speicher (High-Bandwidth Memory) hat sich dabei zum kritischen Flaschenhals entwickelt.

Für Micron ändert sich durch diese Dynamik der Charakter des Geschäftsmodells. Der sonst eher zyklische Verkauf von Speicherchips weicht langfristigen Abnahmeverträgen. Das Unternehmen sichert sich damit eine Planungssicherheit, die eher für Infrastrukturanbieter typisch ist. Marktbeobachter sehen darin ein Zeichen, dass sich der Kapitalfluss an der Wall Street verschiebt: Weg vom reinen Fokus auf Grafikprozessoren (GPUs), hin zum Speichersektor, wo die Knappheit aktuell am größten ist.

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Expansion gegen den Mangel

Um die angespannte Angebotssituation zu bewältigen, beschleunigt der Konzern die Auslieferung seiner HBM4-Produkte. Parallel dazu plant Micron eine signifikante Erweiterung der Fertigungskapazitäten in den USA. Diese Maßnahmen sind notwendig, da die komplexen KI-Anwendungen ohne den passenden Speicher nicht skalieren können.

Ob sich die vollen Auftragsbücher auch in den Margen niederschlagen, wird sich in Kürze zeigen. Micron hat bestätigt, die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal am 18. März 2026 vorzulegen. Angesichts einer Kursrallye von rund 300 Prozent auf 12-Monats-Sicht liegen die Erwartungen des Marktes entsprechend hoch.

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