Coinbase hat im vierten Quartal enttäuscht: Ein hoher Nettoverlust und verfehlte Umsatzziele prägten das Zahlenwerk. Doch statt eines Absturzes sahen Anleger in dieser Woche eine deutliche Gegenbewegung. Der Grund liegt weniger im operativen Geschäft, sondern in einer massiven Kapitalmaßnahme, die den Kurs stabilisiert. Während das Unternehmen mit regulatorischen Hürden kämpft, kauft es im großen Stil eigene Aktien zurück.

Rote Zahlen und massiver Rückkauf

Der Blick auf die reinen Gewinn-und-Verlust-Daten fällt ernüchternd aus. Coinbase meldete für das abgelaufene Quartal einen GAAP-Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar. Verantwortlich hierfür waren primär Abschreibungen auf das digitale Asset-Portfolio in Höhe von 718 Millionen US-Dollar. Auch der Umsatz von 1,78 Milliarden US-Dollar verfehlte die Erwartungen der Analysten leicht.

Dass die Aktie in dieser Woche dennoch rund 16 Prozent zulegen konnte, ist auf das aggressive Aktienrückkaufprogramm zurückzuführen. Das Management gab bekannt, bis zum 10. Februar bereits Aktien im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar zurückgekauft zu haben. Um das Vertrauen weiter zu stärken, genehmigte der Vorstand zusätzliche 2 Milliarden US-Dollar für künftige Rückkäufe. Angesichts einer soliden Barreserve von 11,3 Milliarden US-Dollar nutzt Coinbase seine Bilanzstärke, um einen Boden für den Aktienkurs einzuziehen, der auf Sicht von zwölf Monaten immer noch über 40 Prozent im Minus liegt.

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Strategiewechsel zur "Everything Exchange"

Hinter den Finanzmanövern treibt Coinbase den Umbau des Geschäftsmodells voran. Um die Abhängigkeit vom reinen Krypto-Handel zu verringern, forciert das Unternehmen die Vision einer "Everything Exchange". Ziel ist eine Plattform, die globale Aktien, Rohstoffe und Prognosemärkte (Prediction Markets) auf einer Blockchain-basierten Oberfläche vereint.

Erste Erfolge dieser Diversifizierung zeigen sich bei den Abo- und Service-Umsätzen, die im Gesamtjahr 2025 auf 2,8 Milliarden US-Dollar stiegen. Durch Partnerschaften und Zukäufe expandiert Coinbase zudem in regulierte Terminkontrakte. Analysten sehen in diesem Schwenk hin zu wiederkehrenden Einnahmen einen wichtigen Schritt, um die Volatilität des Krypto-Winters abzufedern.

Rückschlag in Washington

Die langfristige Perspektive wird jedoch weiterhin durch politische Unsicherheiten getrübt. Im Januar 2026 zog Coinbase überraschend seine Unterstützung für den "CLARITY Act" im US-Senat zurück. CEO Brian Armstrong begründete dies mit fundamentalen Mängeln im Entwurf, die tokenisierte Aktien behindern würden. Dieser Schritt führte zu einer Verzögerung im Gesetzgebungsprozess.

Marktbeobachter blicken nun gespannt auf den April, für den eine mögliche Verabschiedung einer überarbeiteten Version im Raum steht. Bis dahin bleibt das regulatorische Umfeld fragil. Die Kombination aus milliardenschweren Rückkäufen und der Hoffnung auf eine politische Einigung im Frühjahr dürfte die kurzfristige Richtung der Aktie bestimmen.

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