Coinbase bekommt nach den jüngsten Quartalszahlen weiter Unterstützung – und zwar ausgerechnet in einer Phase, in der viele Krypto-Werte noch mit dem schwachen Marktumfeld kämpfen. Besonders auffällig: ARK Invest hat nachgelegt, obwohl Coinbase erstmals seit zwei Jahren wieder einen Quartalsverlust gemeldet hat. Was sehen die Investoren, das kurzfristige Gegenwind-Themen überstrahlt?

Warum die Aktie trotzdem zieht

Der Kurs hat die Aufwärtsbewegung nach den Zahlen in dieser Woche fortgesetzt. Dass das passiert, obwohl die Kryptowährungspreise zuletzt eher verhalten waren, ist ein wichtiger Punkt: Die Aktie wirkt zeitweise weniger abhängig von den täglichen Bitcoin-Ausschlägen als noch zuvor.

An der Börse kommt hinzu, dass der Titel nach der starken Korrektur der letzten Monate technisch „aufgeweckt“ wirkt. Innerhalb von 30 Tagen steht trotzdem ein deutliches Minus von -29,35% zu Buche – ein Hinweis darauf, wie viel Skepsis vorher bereits eingepreist war.

ARK kauft – trotz Quartalsverlust

ARK Invest um Cathie Wood hat laut Bericht 92.854 Aktien im Wert von rund 13,1 Mio. US-Dollar gekauft. Das ist kein Beweis für „richtig“ oder „falsch“, aber ein klares Signal: Institutionelle Investoren sind bereit, auf eine Erholung zu setzen – selbst wenn die Schlagzeile zum Quartalsergebnis zunächst negativ klingt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Coinbase?

Denn der Verlust hatte einen zentralen Treiber: Coinbase meldete im vierten Quartal 2025 einen GAAP-Nettoverlust von 667 Mio. US-Dollar, der laut Unternehmen vor allem auf nicht realisierte Verluste im Krypto-Investmentportfolio zurückging. Operativ sah das Bild gemischter aus.

Zahlen, Buybacks und Cash: Das steckt dahinter

Neben dem Verlust standen mehrere Kennzahlen, die Anleger offenbar positiv gewichtet haben:

  • Umsatz: ca. 1,8 Mrd. US-Dollar (Q4 2025)
  • Handelsvolumen: Rekordniveau, +156% gegenüber Vorjahr
  • Marktanteil: Krypto-Handelsvolumen-Anteil 2025 verdoppelt
  • Abo/Services: Rekordumsätze, Coinbase One bei 1 Mio. Abonnenten
  • Aktienrückkäufe: 1,7 Mrd. US-Dollar umgesetzt, plus 2 Mrd. US-Dollar neue Autorisierung
  • Liquidität: 11,3 Mrd. US-Dollar Cash-Reserven

Gerade die ausgeweiteten Aktienrückkäufe sind ein starkes Signal in Richtung Kapitalmarkt: Management und Aufsichtsrat halten die Bewertung offenbar für attraktiv genug, um erheblich Kapital in eigene Aktien zu stecken – trotz schwieriger Krypto-Großwetterlage.

Am Ende läuft vieles auf die gleiche Logik hinaus: Während Bitcoin seit dem Hoch aus dem Herbst 2025 deutlich zurückgekommen ist und Krypto-Aktien generell belastet hat, setzt Coinbase sichtbar stärker auf zusätzliche Erlösquellen neben dem reinen Trading. Genau diese Mischung dürfte erklären, warum die Aktie nach den Zahlen Momentum entwickelt hat, obwohl das Marktumfeld noch nicht eindeutig „grün“ ist.

Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...