Coinbase Aktie: Gegenwind bleibt
Ein enttäuschendes Quartal, rote Zahlen – und trotzdem schießt die Aktie nach oben. Genau dieser Widerspruch hat Anleger am Freitag beschäftigt. Der Kurstreiber: ausgerechnet ein prominenter Institutioneller, der zuvor noch auf die Bremse getreten war.
ARK dreht wieder auf Kaufen
Der wichtigste Impuls kam von ARK Invest rund um Cathie Wood. Laut den täglichen Handelsmeldungen stieg ARK am Freitag wieder bei Coinbase ein und kaufte Aktien im Wert von rund 15,2 Mio. US-Dollar. Die Käufe verteilten sich auf drei ETFs: ARKK, ARKW und ARKF.
Bemerkenswert ist vor allem der Timing-Wechsel. Denn ARK hatte Anfang Februar noch Teile der Coinbase-Position abgebaut – und setzt nun wenige Tage nach den schwachen Zahlen wieder ein klares Zeichen. Genau dieses Signal wurde am Markt als Vertrauensbeweis gewertet und half der Aktie, die negative Story rund um den Quartalsbericht zu überdecken.
Coinbase-CEO Brian Armstrong verwies zudem auf ein stabileres Verhalten bei Privatanlegern: Viele würden Bitcoin und Ethereum trotz der jüngsten Schwäche weiter aufstocken – klassisches „Dip Buying“.
Die Quartalszahlen waren der Bremsklotz
Die Rally am Freitag kam, obwohl der Bericht für das vierte Quartal 2025 (veröffentlicht am 12. Februar) in mehreren Punkten enttäuschte. Der Nettoumsatz lag bei etwa 1,78 Mrd. US-Dollar und damit unter den Erwartungen. Unterm Strich meldete das Unternehmen nach GAAP einen Nettoverlust von 667 Mio. US-Dollar – nach zuvor profitablen Quartalen.
Als Hauptgründe nannte Coinbase nicht realisierte Verluste auf Krypto-Investments sowie rückläufige Handelsvolumina. Gerade das Transaktionsgeschäft ist traditionell der Kern der Ertragskraft – und wenn hier die Aktivität abnimmt, drückt das schnell auf die Zahlen.
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Gleichzeitig versucht Coinbase, sich breiter aufzustellen. Das Segment „Subscription & Services“ wuchs auf 727,4 Mio. US-Dollar und machte damit rund 43% des Gesamtumsatzes aus. Für das erste Quartal 2026 stellt Coinbase in diesem Bereich Erlöse von 550 bis 630 Mio. US-Dollar in Aussicht.
Wichtige Punkte aus dem Bericht im Überblick:
- Q4/2025 Nettoumsatz: ca. 1,78 Mrd. US-Dollar (unter Erwartungen)
- Q4/2025 GAAP-Nettoverlust: 667 Mio. US-Dollar
- Subscription & Services (Q4): 727,4 Mio. US-Dollar (ca. 43% Umsatzanteil)
- Ausblick Q1/2026 Subscription & Services: 550–630 Mio. US-Dollar
- Cash & Cash-Äquivalente (31.12.2025): 11,3 Mrd. US-Dollar
Analysten senken Ziele – bleiben aber konstruktiv
Nach den Zahlen passten mehrere Häuser ihre Kursziele nach unten an. Genannt werden unter anderem JP Morgan, Citigroup und H.C. Wainwright. Auffällig: Trotz der Senkungen blieben die Einstufungen häufig bei „Buy“ oder „Overweight“ – ein Zeichen, dass die kurzfristigen Belastungen zwar ernst genommen werden, die längerfristige Perspektive aber nicht komplett gekippt ist.
Bernstein stellte sich noch klarer auf die bullische Seite und hielt die Aktie trotz Quartalsdelle und Krypto-Volatilität für attraktiv.
Am Markt zeigt sich derweil, wie emotional die Gemengelage ist: In Euro gerechnet liegt der Schlusskurs heute bei 136,50 €, und auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 43,40% zu Buche – die heftige Erholung am Freitag ändert also nichts daran, dass die Aktie insgesamt weiter stark angeschlagen ist.
In den nächsten Wochen dürfte entscheidend sein, ob Coinbase die Stabilisierung im Abo- und Servicegeschäft bestätigt und gleichzeitig wieder mehr Handelsaktivität in die Plattform bekommt – denn genau an dieser Kombination hängt, ob aus der Erholung mehr wird als nur ein kurzes Aufatmen.
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