Coinbase Aktie: Kurioser Höhenflug
Die Coinbase-Aktie legte am Freitag an der NASDAQ um 15,13 Prozent auf 162,44 Dollar zu – und das trotz enttäuschender Quartalszahlen und einem drastisch gesenkten Kursziel von Piper Sandler. Der Gewinn je Aktie brach im vierten Quartal von 4,68 Dollar auf nur noch 0,66 Dollar ein und verfehlte damit die Analystenerwartung von 1,02 Dollar deutlich. Auch beim Umsatz blieb die Kryptobörse hinter den Prognosen zurück: 1,78 Milliarden Dollar standen 1,82 Milliarden Dollar Konsenserwartung gegenüber.
Doch die Anleger schienen sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Während das operative Ergebnis (EBITDA) mit 566 Millionen Dollar die Schätzungen verfehlte, lagen die Gesamterlöse immerhin drei Prozent über den Prognosen. Die Betriebskosten fielen mit 1,51 Milliarden Dollar leicht niedriger aus als erwartet – ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten trüben Zahlenwerk.
Analysten werden vorsichtiger
Piper Sandler reagierte prompt und senkte das Kursziel von 270 Dollar auf 150 Dollar, während die Einstufung bei "Neutral" blieb. Besonders die Prognose für das erste Quartal 2026 enttäuschte: Bei den Einnahmen aus Abonnements und Dienstleistungen rechnet Coinbase mit 550 bis 630 Millionen Dollar – der Mittelwert liegt 27 Prozent unter den Markterwartungen.
Die Analysten senkten ihre Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 deutlich von 2,54 auf 1,42 Dollar beziehungsweise von 3,07 auf 2,59 Dollar je Aktie. Das neue Kursziel entspricht etwa dem Sechsfachen der erwarteten Umsätze für 2026 und spiegelt sowohl die Bewertungsanpassung bei Vergleichsunternehmen als auch gesunkene Kryptowährungspreise wider.
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Handelsgeschäft schwächelt
Ein genauerer Blick auf die Zahlen offenbart weitere Schwachstellen: Die durchschnittliche Gebühr beim Handelsgeschäft lag bei 36 Basispunkten – zwar über der Schätzung von 34 Basispunkten, doch die absoluten Handelsumsätze zeigen eine negative Tendenz. Coinbase meldete bisher etwa 420 Millionen Dollar an Handelserlösen für das laufende Quartal, was auf einen Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorquartal hindeutet.
Trotz der Herausforderungen zeigt sich die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,32 vergleichsweise günstig bewertet. Allerdings hat der Titel in den vergangenen sechs Monaten 56,85 Prozent verloren und steht im laufenden Jahr bereits 37,61 Prozent im Minus. Der Freitagsanstieg wirkt vor diesem Hintergrund wie eine technische Gegenbewegung in einem überverkauften Markt – die US-Börsen bleiben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen.
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