Rocket Lab hat diese Woche gleich von zwei Seiten Unterstützung bekommen: geopolitisch bedingte Stärke im Rüstungs- und Aerospace-Sektor trifft auf operativen Fortschritt beim Electron-Programm. Das hat die Aktie spürbar angeschoben. Wie nachhaltig ist diese Bewegung – und was könnte die anstehenden Zahlen daran ändern?

Sektor-Rally hilft mit

Auslöser war ein breiter Anstieg bei Aerospace- und Defense-Werten. Hintergrund sind Berichte über wachsende Spannungen zwischen den USA und Iran. Laut Benzinga legten entsprechende Branchen-ETFs um rund 2% zu. Rocket Lab gehörte zu den Gewinnern: Am 18. Februar stieg die Aktie um mehr als 7% und erreichte intraday 75,72 US-Dollar, bevor sie laut GuruFocus um 75,13 US-Dollar schloss.

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Die Erholung kommt nach einer schwächeren Phase. In den rund vier Wochen vor dem Kurssprung hatte die Aktie etwa 16% verloren. Belastend wirkten laut Quelle allgemeine Marktsorgen sowie Spekulationen über einen möglichen SpaceX-Börsengang, der Kapital aus dem Wettbewerbsumfeld abgezogen haben soll.

Electron liefert – und Defense wächst

Zusätzlichen Rückenwind lieferte die operative Umsetzung: Rocket Lab absolvierte zuletzt die 80. Mission der Electron-Rakete und setzte dabei Satelliten für Open Cosmos aus. Der Meilenstein stützte das Vertrauen in eine steigende Startfrequenz und die Position im Markt für den Ausbringungsservice kleiner Satelliten.

Parallel baut das Unternehmen sein Defense-Geschäft aus. Für Ende Februar ist die Mission „Cassowary Vex“ geplant. Es wäre der vierte Hyperschall-Test in weniger als sechs Monaten – durchgeführt mit dem HASTE-System (Hypersonic Accelerator Suborbital Test Electron) für die Defense Innovation Unit. Das Programm soll Kosten senken und die Testfrequenz erhöhen, womit Rocket Lab sich als Anbieter für vergleichsweise günstige Hyperschall-Erprobung im US-Verteidigungsbereich positioniert.

Zahlen am 26. Februar – Neutron bleibt der Knackpunkt

Im Fokus stehen nun die Q4- und Gesamtjahreszahlen 2025, die für den 26. Februar angesetzt sind. Laut Benzinga erwartet der Analystenkonsens rund 178 Mio. US-Dollar Umsatz (Vorjahr: 132 Mio. US-Dollar) sowie einen bereinigten Verlust von 9 US-Cent je Aktie. Der Bericht soll zudem Einblick in die Umwandlung des Auftragsbestands, die Margenentwicklung und vor allem den Zeitplan für das Neutron-Programm geben.

Denn hier gab es zuletzt einen Dämpfer: Bei einem Drucktest kam es laut Quelle zu einem Riss in einem Stage-1-Tank der Neutron-Rakete. Das trübt die Erwartungen an den Erstflug des größeren Trägers und könnte den geplanten Start verschieben – ein Risiko für die Schlagzeilen unmittelbar vor den Zahlen.

Bei den Analysten gab es zuletzt mehrere Anpassungen: Bank of America erhöhte das Kursziel auf 120 US-Dollar (Buy), Goldman Sachs auf 69 US-Dollar (Neutral), Morgan Stanley stufte auf Overweight hoch und nannte ein Kursziel nahe 105 US-Dollar; TD Cowen blieb bei Buy.

Am 26. Februar dürfte sich entscheiden, ob die Kombination aus Defense-Rückenwind und Electron-Tempo auch in den Kennzahlen überzeugt – und ob Rocket Lab beim Neutron-Fahrplan trotz des Zwischenfalls konkrete, belastbare Updates liefern kann.

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