Coinbase weitet sein Kreditgeschäft deutlich aus und adressiert gleichzeitig grundlegende Zukunftsfragen der Branche. CEO Brian Armstrong nutzte einen Auftritt auf dem World Liberty Forum, um technologische Ängste zu entkräften – während das Unternehmen parallel sein Produktangebot für US-Kunden erweitert.

Quantencomputer: Kein Grund zur Panik

Am Mittwoch trat Armstrong in Mar-a-Lago gemeinsam mit Senator Bernie Moreno auf und nahm Stellung zu einem Thema, das Blockchain-Investoren zunehmend beschäftigt: die potenzielle Bedrohung durch Quantencomputer. Seine Botschaft war klar: Die Gefahr, dass künftige Quantensysteme die Verschlüsselung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen knacken könnten, sei „eine sehr lösbare technische Herausforderung".

Coinbase habe bereits einen Expertenbeirat für Post-Quantum-Kryptografie eingerichtet und stehe im engen Austausch mit großen Blockchain-Entwicklern. Ziel sei es, Upgrade-Pfade zu definieren, die Netzwerke rechtzeitig gegen Quantenangriffe absichern. Armstrong will damit institutionellen Investoren die Sorge nehmen, dass ihre digitalen Vermögenswerte langfristig gefährdet sein könnten.

Vier neue Coins als Kreditsicherheit

Parallel dazu erweitert die Plattform ihr Kreditprogramm. Seit dem 18. Februar können US-Kunden (außer in New York) nun auch XRP, Dogecoin, Cardano und Litecoin als Sicherheiten hinterlegen, um bis zu 100.000 US-Dollar in USDC zu leihen – ohne ihre Bestände verkaufen zu müssen.

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Die Erweiterung der Collateral-Optionen zielt darauf ab, Nutzern mehr Liquidität zu verschaffen und Coinbase' Einnahmequellen jenseits reiner Handelsgebühren zu diversifizieren. Bislang war die Auswahl akzeptierter Krypto-Assets für Kredite deutlich eingeschränkter.

Regulierung und Infrastruktur

Armstrong zeigte sich zudem optimistisch für die regulatorische Entwicklung in den USA. Er erwarte ein „Win-Win-Win"-Ergebnis bei der Debatte um die Marktstruktur für Krypto – ein Resultat, das Branche, traditionelle Banken und Verbraucher gleichermaßen zufriedenstellen könnte. Diese Aussage fällt in eine Phase, in der klarere Gesetzgebungsrahmen erhebliches institutionelles Kapital mobilisieren könnten.

Technologisch setzt Coinbase ebenfalls neue Akzente: Das Layer-2-Netzwerk Base soll auf einen vollständig selbstbetriebenen Stack migrieren und damit die technische Abhängigkeit vom Optimism-Ökosystem reduzieren. Ein Signal für mehr vertikale Integration.

Die Quartalszahlen Anfang Februar verfehlten mit 1,78 Milliarden Dollar Umsatz die Analystenerwartungen von rund 1,86 Milliarden. Die Aktie zeigte sich dennoch widerstandsfähig und schloss am Mittwoch bei 164,05 Dollar. Investoren scheinen die strategischen Weichenstellungen höher zu gewichten als die kurzfristige Umsatzdelle.

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