Coinbase erweitert sein Geschäftsmodell mit einem klaren Ziel: Mehr Einnahmen jenseits des volatilen Handelsgeschäfts. Am Dienstag gab die Krypto-Börse bekannt, dass Kunden nun auch XRP, Dogecoin, Cardano und Litecoin als Sicherheit für Kredite hinterlegen können. Gleichzeitig geht CEO Brian Armstrong in die Offensive gegen skeptische Wall-Street-Analysten.

Neue Kreditoptionen für US-Kunden

Das erweiterte Kreditprogramm erlaubt berechtigten US-Nutzern, bis zu 100.000 Dollar in USDC-Stablecoins zu leihen – besichert durch die neu hinzugefügten Kryptowährungen. Bisher konzentrierte sich der Dienst hauptsächlich auf Bitcoin und Ethereum. Die Plattform nutzt das Kreditprotokoll Morpho und läuft auf Base, Coinbases eigener Layer-2-Blockchain.

Der Service steht in den meisten US-Bundesstaaten zur Verfügung, New York bleibt ausgeschlossen. Das Kalkül: Anleger können Liquidität abschöpfen, ohne ihre Bestände verkaufen und damit steuerpflichtige Gewinne realisieren zu müssen. Wegen der höheren Volatilität von Assets wie Dogecoin oder XRP hat Coinbase spezifische Beleihungsgrenzen und Risikokontrollen implementiert.

Armstrong kontert Analysten-Skepsis

Während die Produkterweiterung läuft, verteidigt CEO Brian Armstrong das Unternehmen öffentlich gegen Kritik aus dem traditionellen Finanzsektor. Auf der Plattform X schrieb Armstrong am Mittwoch, Wall-Street-Analysten verstünden Coinbases Geschäftsmodell und das disruptive Potenzial der Krypto-Branche grundlegend falsch.

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Viele Finanzprofis sähen Kryptowährungen als Bedrohung ihrer etablierten Karrieren, was zu inhärenter Skepsis führe. „Nachzügler werden zurückbleiben", warnte Armstrong. Die Äußerungen folgen auf eine Phase gemischter Analystenbewertungen, in der einige Firmen ihre Kursziele senkten und auf Bedenken bezüglich Handelsvolumen und Umsatzdruck verwiesen.

Beim Blick auf die Regulierung gibt sich Armstrong optimistisch. Bei einem Branchenforum beschrieb er laufende Verhandlungen über Marktstruktur-Gesetze als Fortschritt in Richtung einer „Win-Win-Win"-Situation für die Krypto-Industrie, Banken und Verbraucher.

Volatile Woche nach Quartalszahlen

Die strategischen Ankündigungen fallen in eine bewegte Handelswoche für die Coinbase-Aktie. Nach Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal 2025 – mit einem Nettoverlust von 667 Millionen Dollar durch Mark-to-Market-Abschreibungen – geriet der Kurs zunächst unter Druck. Die Stimmung drehte jedoch, nachdem das Unternehmen Aktienrückkäufe von einer Milliarde Dollar bestätigte und ein weiteres Rückkaufprogramm über zwei Milliarden Dollar genehmigte.

Investoren wägen derzeit operatives Wachstum gegen die jüngsten Finanzergebnisse ab. Während Transaktionserlöse unter niedrigeren Krypto-Preisen leiden, bleibt das Segment „Abonnements und Dienste" ein Schwerpunkt für Diversifizierung. Die Ausweitung des Kreditprogramms unterstützt genau diesen Bereich, indem sie neuen Nutzen für auf der Plattform gehaltene Assets schafft.

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