Cameco zeichnet ein auffallend optimistisches Bild für den Uranmarkt. Auf der BMO-Konferenz sprach das Unternehmen von einer Rekordlücke zwischen künftiger Nachfrage der Versorger und bereits abgeschlossenen Lieferverträgen – und von einem Angebot, das schneller enger wird, als viele am Markt einpreisen. Was heißt das für die Preisbildung, wenn Versorger wieder stärker eindecken müssen?

Rekord bei „ungedecktem“ Versorgerbedarf

Laut Aussagen von Präsident und COO Grant Isaac ist die sogenannte „uncovered requirements wedge“ so groß wie nie zuvor. Gemeint ist das Volumen an künftiger Urannachfrage, das Versorger noch nicht vertraglich abgesichert haben.

Cameco verweist dabei auf ein strukturelles Muster: Seit 2012 hätten Versorger Uran unterhalb des Ersatzniveaus gekauft. Das habe Lagerbestände schrittweise abgebaut, ohne neue Puffer aufzubauen. Aus Sicht des Unternehmens erhöht das den Druck, irgendwann wieder in größerem Stil in den Markt zurückzukehren – ein zentraler Treiber für die künftige Preisfindung.

Angebot bleibt knapp – trotz Kapazitäten

Gleichzeitig stellte Cameco die verbreitete Einschätzung infrage, wonach das Angebot ausreichend verfügbar sei. Das Unternehmen betonte, dass 30% der eigenen genehmigten Produktionskapazität weiterhin stillliegen. Zusätzlich belasteten externe Störungen das globale Angebot, unter anderem der Ausfall der Orano-Mine in Niger.

Für 2026 gab Cameco eine Produktionsprognose für McArthur River von bis zu 17 Millionen Pfund aus – leicht unter früheren Kapazitätsniveaus. 2025 lag die Produktion über alle Standorte hinweg bei 34 Millionen Pfund. Eine schnelle Ausweitung der Förderung stellte das Management nicht in Aussicht und verwies stattdessen auf einen disziplinierten Ansatz, der sich an den Marktbedingungen orientiert.

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Verträge koppeln stärker an Marktpreise

Beim Thema Preisgestaltung wurde Cameco konkret: Der langfristige Uranpreis liege derzeit bei 90 US-Dollar je Pfund, bilde aber laut Unternehmen nur rund 30% der kontrahierten Mengen ab – jene Verträge mit „Base-Escalated“-Konditionen.

Die übrigen 70% des Vertragsvolumens aus 2025 seien zu marktbezogenen Konditionen abgeschlossen worden. Genannt wurden dabei steigende Mindestpreise im mittleren 70-Dollar-Bereich sowie Preisobergrenzen, die bis in die 150-Dollar-Zone und darüber hinaus reichen. Cameco erklärte, man habe den oberen Rand der eigenen Preissensitivitätstabelle deshalb auf 160 US-Dollar je Pfund angehoben, um diese Vertragsstrukturen abzudecken.

US-Memorandum: 8 bis 10 Reaktoren bis 2030

Ein weiterer Schwerpunkt war das bereits im Oktober 2025 angekündigte Memorandum of Understanding zwischen der US-Regierung, Cameco und Brookfield Asset Management. Ziel ist der Bau von acht bis zehn AP1000-Reaktoren bis 2030 – verbunden mit einer Mindestzusage von 80 Milliarden US-Dollar.

Isaac bezifferte den daraus resultierenden Zusatzbedarf auf rund 65 Millionen Pfund Uran über einen Zeitraum von zehn Jahren. Zudem äußerte Cameco die Erwartung, dass es 2026 zu einer formellen Ankündigung rund um die Beschaffung von langlaufenden Schlüsselkomponenten („long-lead items“) für dieses Vorhaben kommen könnte.

Im Hintergrund stehen zudem die Zahlen für 2025: Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um 11% auf 3,48 Milliarden US-Dollar. Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 1,35 US-Dollar. Der 49%-Anteil an Westinghouse steuerte ein adjustiertes EBITDA von 780 Millionen CAD bei, ein Plus von 61% gegenüber 2024. Außerdem erhöhte Cameco die Jahresdividende um 50% und meldete 1,2 Milliarden US-Dollar Cash bei 1,0 Milliarde US-Dollar Gesamtschulden.

Am Tag nach der Konferenz legte die Aktie um 1,96% auf 118,63 US-Dollar zu; auf Wochensicht stand bis dahin ein Plus von rund 5% zu Buche.

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