Cameco Aktie: Versorgungslücke wird kritisch
Der Uranmarkt steuert auf ein historisches Defizit zu. Während Cameco beeindruckende Quartalszahlen vorlegt, warnte das Management gestern auf der BMO-Konferenz vor einer massiven Unterdeckung bei den Energieversorgern. Die Lagerbestände sind weitgehend aufgebraucht, und nun tritt mit der US-Regierung ein neuer Akteur auf den Plan, der die Nachfragedynamik drastisch verschärfen könnte.
Warnung an die Versorger
Auf der gestrigen Konferenz in Florida zeichnete Grant Isaac, COO von Cameco, ein klares Bild der aktuellen Marktlage. Das Volumen an ungedecktem Uranbedarf seitens der Versorger hat einen historischen Höchststand erreicht. Seit 2012 kaufen die Energieunternehmen weniger Material ein, als sie verbrauchen, was zu einer stetigen Entleerung der Vorräte geführt hat.
Verschärft wird die Situation durch die Angebotsseite. Cameco betonte, dass das verfügbare Marktangebot oft überschätzt werde. Das Unternehmen selbst hält diszipliniert 30 Prozent seiner lizenzierten Kapazität zurück. Hinzu kommen externe Faktoren wie der Ausfall der Orano-Mine im Niger und Verzögerungen bei geplanten neuen Projekten. Diese Verknappung spiegelt sich bereits in den langfristigen Vertragspreisen wider, die bei 90 US-Dollar liegen, wobei marktbezogene Kontrakte bereits Potenzial für dreistellige Notierungen andeuten.
US-Regierung als neuer Großkäufer
Ein wesentlicher Treiber für die künftige Knappheit ist eine Absichtserklärung (MOU) mit der US-Regierung zur Beschleunigung des Baus von AP1000-Reaktoren. Das Ziel Washingtons ist ambitioniert: Bis 2030 sollen sich zehn große Kernkraftwerke im Bau befinden.
Für den Markt bedeutet dies eine zusätzliche Nachfrage von rund 65 Millionen Pfund Uran über einen Zeitraum von zehn Jahren – ein Volumen, das bisher in keinen Marktprognosen enthalten war. Diese Initiative erzeugt bereits einen Ansteckungseffekt: Versorger, die bisher zögerten, spüren nun die Dringlichkeit, ihre Lieferketten zu sichern, bevor staatliche Aufträge die Kapazitäten binden. Eine formelle Ankündigung zur Partnerschaft bei der Beschaffung könnte noch im laufenden Jahr erfolgen.
Starke Bilanz stützt Strategie
Die optimistischen Aussagen werden durch solide Finanzergebnisse untermauert. Im vierten Quartal 2025 übertraf Cameco die Gewinnerwartungen deutlich mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,37 US-Dollar. Auch der Umsatz lag mit 877 Millionen US-Dollar über den Prognosen.
Besonders die Beteiligung an Westinghouse zahlt sich aus: Das bereinigte EBITDA stieg im Gesamtjahr um 61 Prozent. Diese finanzielle Stärke erlaubte es Cameco, seine Schulden zu tilgen und das Jahr mit einer Netto-Cash-Position von 1,2 Milliarden US-Dollar zu beenden. Die Dividende wurde daraufhin um 50 Prozent angehoben.
Trotz dieser Stärke bleibt der Aktienkurs volatil und notierte gestern leicht schwächer bei 118,63 US-Dollar. Das Management hält jedoch an seiner Strategie „Wert vor Volumen“ fest. Für 2026 plant Cameco keine aggressive Produktionssteigerung, sondern passt den Output der Nachfrage an. Mit schuldenfreier Bilanz und signifikanten Reserven im Rücken sitzt das Unternehmen in den anstehenden Preisverhandlungen am längeren Hebel.
Cameco-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Cameco-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Cameco-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Cameco-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Cameco: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








