Ethereum: Einbruch und Strategiewechsel
Ethereum erlebt einen der schwierigsten Monate der jüngeren Geschichte, der Anleger vor ein Rätsel stellt. Während der Kurs massiv nachgibt und Co-Gründer Vitalik Buterin Bestände liquidiert, vollzieht die Ethereum Foundation im Hintergrund eine fundamentale Kehrtwende. Statt Coins zu verkaufen, setzt die Stiftung künftig auf Staking-Erträge – ein strategischer Schritt, der den Verkaufsdruck auf den Markt langfristig mindern soll.
Stiftung ändert Finanzierungsmodell
Die Ethereum Foundation hat am 24. Februar 2.016 ETH in Staking-Contracts eingebracht. Dieser Schritt ist der Auftakt eines umfassenderen Plans, bis zu 70.000 ETH anzulegen. Historisch finanzierte sich die Stiftung durch den regelmäßigen Verkauf von Ether, was in Schwächephasen oft für Kritik sorgte, da es zusätzlichen Druck auf den Kurs ausübte.
Mit dem Wechsel zu einem renditebasierten Modell verfolgt die Organisation nun das Ziel, ihren strukturellen Einfluss auf den Markt zu minimieren und gleichzeitig die eigenen Reserven zu schonen. Zwar sind die Staking-Renditen mit aktuell rund 2,8 Prozent im Vergleich zu festverzinslichen Alternativen derzeit gering, doch signalisiert das Einfrieren der Bestände langfristiges Vertrauen in die Ökonomie des eigenen Netzwerks.
Buterin sorgt für Unruhe
Während die Stiftung ihre Bestände sichert, reduzierten sich die Wallets von Co-Gründer Vitalik Buterin im Februar spürbar. Datenanalysen zeigen einen Rückgang von rund 17.000 ETH. Buterin hatte bereits angekündigt, Bestände zu veräußern, um Projekte im Bereich Privatsphäre und Sicherheitstechnologie zu finanzieren, da die Stiftung eine Phase der Sparsamkeit einläutet.
Obwohl diese Verkäufe nur einen Bruchteil des täglichen Handelsvolumens ausmachen, belastet die Optik die Marktstimmung: Wenn ein Gründer während eines Kursrutschs von über 30 Prozent im letzten Monat Bestände abstößt, werten viele Anleger dies als negatives Signal. Der Ethereum-Kurs notiert aktuell bei rund 1.911 US-Dollar und hat seit Jahresbeginn über 36 Prozent an Wert eingebüßt.
Institutionelle Adoption und technischer Ausblick
Abseits der Preisschwäche schreitet die institutionelle Nutzung voran. BNP Paribas Asset Management hat einen tokenisierten Geldmarktfonds auf der öffentlichen Ethereum-Blockchain aufgelegt und folgt damit Schwergewichten wie BlackRock. Auch technisch rüstet das Netzwerk auf: Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist das "Hegota"-Upgrade geplant, das mit der Implementierung von FOCIL (Fork-Choice Enforced Inclusion Lists) die Zensurresistenz des Netzwerks massiv stärken soll.
Dennoch kämpft Ethereum mit einem "Einnahmen-Paradoxon": Layer-2-Netzwerke übernehmen den Großteil der Transaktionen, führen aber seit dem letzten großen Upgrade deutlich weniger Gebühren an das Mainnet ab. Ob der strategische Schwenk der Stiftung und die fortschreitende Tokenisierung realer Vermögenswerte ausreichen, um die Entkopplung von Ökosystem-Wachstum und Token-Preis zu beenden, wird sich mit den für 2026 angesetzten Protokoll-Upgrades zeigen.
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