Der Nasdaq 100 schloss am Mittwoch bei 25.034 Punkten – ein Minus von 1,16 Prozent. Während Nvidia trotz starker Quartalszahlen nachgab und die gesamte Halbleiterbranche mit nach unten zog, erlebten Software-Aktien eine bemerkenswerte Gegenbewegung. Die Rotation innerhalb des Tech-Sektors war kaum zu übersehen: KI-Hardware verliert an Boden, Enterprise-Software gewinnt.

Tagesverlauf: Vom Morgen-Gap zum Nachmittags-Tief

Der Index eröffnete bei 25.278 Punkten, rund 50 Zähler unter dem Vortagesschluss. Nvidia hatte am Vorabend zwar überzeugende Q4-Ergebnisse geliefert und CEO Jensen Huang betonte, dass „der ChatGPT-Moment der agentischen KI angekommen ist" – doch Anleger nutzten die Gelegenheit zum Verkauf.

Nach einem kurzen Test des Tageshochs bei 25.288 Punkten übernahmen die Bären das Kommando. Gegen Mittag beschleunigte sich der Ausverkauf im Chip-Sektor, der NDX fiel bis auf 24.821 Punkte. Eine späte Erholung am Nachmittag milderte die Verluste nur geringfügig.

Der S&P 500 war am Vortag erstmals seit dem 11. Februar wieder über seine 50-Tage-Linie geklettert und legte 0,8 Prozent zu. Der Nasdaq 100 konnte diesem Beispiel nicht folgen – zu groß war die Last der Halbleiterwerte.

Die Gewinner und Verlierer des Tages

Die fünf stärksten Titel verdeutlichen die Sektorrotation:

Gewinner:
- Atlassian +8,53%
- Zscaler +7,49%
- Cognizant +5,94%
- Axon Enterprise +5,77%
- Datadog +5,56%

Verlierer:
- Nvidia -5,46%
- Synopsys -5,16%
- Applied Materials -4,87%
- Monolithic Power Systems -4,21%
- Lam Research -4,17%

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Software und Cybersecurity erlebten einen Befreiungsschlag. CrowdStrike gewann 4,90 Prozent, Workday 4,48 Prozent. Die Rally speiste sich aus zwei Quellen: Nvidias Botschaft, dass KI Software ergänze statt verdränge, und solide Ergebnisse von Salesforce und Snowflake. Der Sektor hatte zuvor einen 16-prozentigen Monatsverlust hinnehmen müssen.

Nvidia rutschte um 5,46 Prozent auf 184,89 Dollar und belastete den Index aufgrund seiner hohen Gewichtung am stärksten. Die Schwäche erfasste die gesamte Halbleiter-Lieferkette: ASML verlor 4,11 Prozent, Broadcom 3,19 Prozent, AMD 3,41 Prozent, Micron 3,13 Prozent. Der ICE Semiconductor Index gab über drei Prozent nach.

AppLovin schwamm gegen den Strom und legte 5,53 Prozent zu. Apple fiel moderat um 0,47 Prozent auf 272,95 Dollar, Amazon verlor 1,29 Prozent.

Marktbreite und technisches Bild

Der Nasdaq 100 notiert nun 4,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 26.182 Punkten vom 29. Oktober 2025. Im Tagesverlauf wurde die psychologisch wichtige 25.000er-Marke kurzzeitig unterschritten, zum Handelsschluss lag der Index knapp darüber.

Die nächste Unterstützung findet sich beim Tagestief von 24.820 Punkten, das Februar-Tief bei 24.387 Punkten bietet einen solideren Boden. Widerstand liegt beim Vortagesschluss von 25.329 Punkten und dem jüngsten Zwischenhoch nahe 26.165 Punkten.

Der VIX stieg um 2,91 Prozent auf 20,19 Punkte und signalisiert erhöhte Absicherungsnachfrage. Das Put/Call-Verhältnis bei QQQ-Optionen lag bei 1,15 – 2,25 Millionen Put-Kontrakte standen 1,96 Millionen Calls gegenüber. Eine moderat defensive Positionierung.

Die Marktbreite zeigt eine klare Divergenz: Während der Nasdaq 100 1,16 Prozent verlor, hielt sich der S&P 500 stabiler und der Dow Jones notierte nahezu unverändert. Die Schwäche konzentriert sich auf Halbleiter, nicht auf den Gesamtmarkt.

Ausblick auf Freitag

Am letzten Handelstag des Februars könnten Umschichtungen zum Monatsende für zusätzliche Bewegung sorgen. Um 14:30 Uhr wird der Erzeugerpreisindex veröffentlicht – ein wichtiger Inflationsindikator mit Bedeutung für die Fed-Zinspolitik.

Die Rotation zwischen Software und Halbleitern dürfte das bestimmende Thema bleiben. Entscheidend wird sein, ob sich Nvidia bei 185 Dollar stabilisieren kann oder ob die Korrektur bei KI-Hardware weitergeht. Der Nasdaq 100 verzeichnet für Februar bislang ein Minus von 2,03 Prozent.

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