IREN Aktie: Innovationsprozesse beleuchtet
IREN vollzieht derzeit einen radikalen Wandel vom reinen Bitcoin-Miner zum Infrastruktur-Dienstleister für Künstliche Intelligenz. Dieser strategische Schwenk erhält heute ein bedeutendes Gütesiegel: Die Aufnahme in den MSCI USA Index. Doch während die institutionelle Bedeutung wächst, müssen Anleger starke Nerven beweisen, denn der operative Umbau sorgt weiterhin für heftige Schwankungen im Kursverlauf.
Kaufzwang für Fonds
Heute nach Börsenschluss wird es ernst: IREN steigt in den Kreis der Unternehmen im MSCI USA Index auf. Das ist mehr als nur Prestige, denn es löst automatische Kaufmechanismen aus. ETFs und institutionelle Fonds, die diesen Index passiv abbilden, müssen ihre Portfolios zum Stichtag umschichten und IREN-Aktien aufnehmen.
Zusammen mit sieben anderen Neuzugängen rückt der Rechenzentrums-Betreiber damit stärker in den Fokus des "Big Money". Für das Unternehmen ist dies ein entscheidender Schritt, um die Aktionärsstruktur zu diversifizieren und die historische Abhängigkeit von der reinen Krypto-Community zu verringern.
Rote Zahlen und hohe Volatilität
Trotz des Aufstiegs in die erste Börsenliga blicken Aktionäre auf einen turbulenten Monat zurück. Nach enttäuschenden Quartalszahlen Anfang Februar geriet der Kurs deutlich unter Druck – auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von rund 28 Prozent zu Buche.
Auslöser war ein Umsatzrückgang von 23 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, den das Unternehmen mit dem Übergang zur AI-Cloud-Infrastruktur begründet. Dass die Aktie derzeit weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert, spiegelt die Skepsis des Marktes wider: Investoren warten darauf, dass die enormen Ausgaben erste Früchte tragen.
Alles auf die Karte KI
Die Wachstumsstory stützt sich nun fast vollständig auf das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Mit einer gesicherten Finanzierung über 3,6 Milliarden Dollar für einen Microsoft-Vertrag und dem Ziel, bis Ende des Jahres 140.000 GPUs ans Netz zu bringen, geht IREN in die Offensive.
Ein neuer 1,6-GW-Campus in Oklahoma soll die Kapazitäten massiv erweitern und die Position als Anbieter für High-Performance-Computing festigen. Um die technischen Herausforderungen – insbesondere bei der Kühlung dieser Hochleistungsrechner – zu meistern, verstärkte sich das Management kürzlich mit John Gross als neuem Chief Innovation Officer.
Analysten uneins über Bewertung
Die Bewertung der IREN-Aktie spaltet die Experten an der Wall Street. Während Häuser wie Canaccord Genuity und Cantor Fitzgerald mit Kurszielen von bis zu 82 US-Dollar massives Aufwärtspotenzial sehen, bleiben Schwergewichte wie Goldman Sachs und JPMorgan vorsichtig. Sie stufen das Papier eher im Bereich von 39 US-Dollar ein, was kaum Spielraum nach oben ließe.
Liquidität muss Ergebnisse liefern
Mit einer Liquidität von 2,8 Milliarden Dollar per Ende Januar ist die Bilanz für den Ausbau vorerst stabil. Nun liegt die Beweislast beim Management: Die theoretische Kapazität muss in operativen Cashflow umgemünzt werden. Spätestens am 13. Mai 2026, wenn die nächsten Quartalszahlen anstehen, wird sich zeigen, ob der teure Umbau schnell genug voranschreitet, um die hohen Erwartungen zu erfüllen.
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