Broadcom Aktie: KI-Boom trifft VMware-Sorgen
Broadcom steht vor einer Bewährungsprobe. Während die Halbleiter-Sparte dank prominenter Kunden wie OpenAI floriert, wachsen im Software-Segment die Bedenken. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass die Integration der Tochter VMware auf erheblichen Widerstand stößt und Kunden aktiv nach Alternativen suchen. Vor den Quartalszahlen am 4. März stellt sich die Frage: Kann der KI-Hype die Risse im Cloud-Geschäft kitten?
Studie offenbart Abwanderungstendenzen
Kurz vor dem Quartalsbericht sorgt eine Analyse von CloudBolt Software für Unruhe. Die am 17. Februar veröffentlichte Studie zeichnet ein kritisches Bild der Lage bei der Tochterfirma VMware. Zwei Jahre nach der Übernahme gaben 86 Prozent der befragten IT-Entscheider an, ihre Abhängigkeit von VMware aktiv zu reduzieren.
Treibender Faktor für diese Entwicklung sind Sorgen über die Preisgestaltung. 88 Prozent der Befragten befürchten steigende Kosten, weshalb viele Unternehmen Workloads zu Public-Cloud-Anbietern verlagern. Zwar findet laut der Studie keine panikartige Flucht statt, doch 56 Prozent der Firmen haben ihre Strategie seit der Übernahme bereits mehrfach angepasst. Dieser schleichende Prozess könnte die langfristigen wiederkehrenden Einnahmen im Software-Segment belasten.
KI als massives Gegengewicht
Dem Gegenwind im Software-Bereich steht eine ungebrochene Dynamik im Halbleiter-Geschäft gegenüber. Broadcom profitiert massiv vom Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Analysten erwarten, dass sich der KI-Umsatz im ersten Quartal auf rund 8,2 Milliarden US-Dollar verdoppelt.
Das Unternehmen beliefert Schwergewichte wie Alphabet und Anthropic mit spezialisierten Chips. Der Auftragsbestand in diesem Segment liegt bei über 73 Milliarden US-Dollar. Diese starke Nachfrage ist der Hauptgrund, warum der Gesamtumsatz für das erste Quartal auf voraussichtlich 19,1 Milliarden US-Dollar steigen soll – ein Plus von rund 28 Prozent im Jahresvergleich.
Bewertung und Marktbewegung
Die Diskrepanz zwischen den beiden Geschäftsbereichen spiegelt sich auch in der Bewertung wider. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,54 Billionen US-Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 68 ist die Aktie ambitioniert bewertet – deutlich höher als beispielsweise Nvidia mit einem KGV von 45.
Investoren reagierten zuletzt zurückhaltend auf diese Gemengelage. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 6 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 334,62 US-Dollar. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 406 US-Dollar beträgt mittlerweile fast 18 Prozent, was die aktuelle Skepsis des Marktes unterstreicht.
Für den 4. März richten sich alle Augen auf die Margenentwicklung und den Ausblick für die zweite Jahreshälfte 2026. Broadcom muss beweisen, dass die Preismacht im KI-Sektor ausreicht, um die potenzielle Kundenabwanderung bei VMware zu kompensieren.
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