Marvell Aktie: Entscheidende Woche
Marvell steht vor einem wichtigen Termin: Am 5. März legt der Chipkonzern seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Im Mittelpunkt steht weniger die reine Vergangenheit – sondern die Frage, ob die KI-Strategie mit neuen Zukäufen und frischer Produktdynamik jetzt auch messbar in den Ergebnissen ankommt.
Denn genau hier wird der Markt diesmal besonders genau hinsehen: Können Wachstum und Ausblick den Kurs zuletzt wieder stabilisieren?
Was der Markt von den Zahlen erwartet
Die Messlatte liegt klar definiert. Analysten rechnen laut Zacks mit einem Gewinn je Aktie von 0,79 US-Dollar für das Quartal bis Januar 2026 – das wäre ein Plus von rund 31,7% gegenüber dem Vorjahr. Beim Umsatz stehen 2,2 Milliarden US-Dollar im Raum, was einem Wachstum von 21% entspräche.
Spannend: Die eigene Prognose des Unternehmens für den Gewinn je Aktie liegt in einer Spanne von 0,740 bis 0,840 US-Dollar. Marvell bewegt sich damit nahe an den Konsensschätzungen – ein klassisches Setup, bei dem am Ende vor allem der Ausblick über die Richtung entscheiden dürfte.
Rückenwind aus dem Vorquartal – und von der Messe
Im dritten Quartal (bis 1. November 2025) hatte Marvell die Erwartungen leicht übertroffen: 0,76 US-Dollar Gewinn je Aktie statt 0,74, dazu 2,07 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein kräftiges Plus von 36,8% zum Vorjahr. Laut Zacks schlug Marvell die EPS-Schätzungen in drei der letzten vier Quartale. Das erhöht den Anspruch: Wer regelmäßig liefert, wird beim kleinsten Wackler umso schneller abgestraft.
Inhaltlich versucht Marvell kurz vor den Zahlen zusätzlich, das Narrativ zu stützen. Auf der DesignCon 2026 (24.–26. Februar) zeigte das Unternehmen neue Connectivity-Technologien für Rechenzentren, darunter PCIe-8.0-SerDes mit 256 GT/s als technisches Schaufenster für künftige KI-Infrastrukturen. Dazu kamen weitere Demos rund um Hochbandbreiten-Verbindungen sowie Auftritte von zehn Partnern aus dem Ökosystem, die Lösungen auf Marvell-Basis zeigten.
Zwei Zukäufe – und warum sie im Ausblick wichtig werden
Besonders relevant für den Earnings-Call: Marvell hat in den vergangenen Wochen gleich zwei Übernahmen abgeschlossen, die die Positionierung im KI-Rechenzentrumsgeschäft stärken sollen.
Am 2. Februar meldete das Unternehmen den Abschluss der Übernahme von Celestial AI. Deren „Photonic Fabric“-Technologie zielt auf optische Verbindungen mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz in großen KI-Installationen. Am 10. Februar folgte der Abschluss der XConn-Technologies-Übernahme. Der Deal war zuvor mit rund 550 Millionen US-Dollar beziffert worden und soll Marvells Rolle bei der Rechenzentrums-Konnektivität ausbauen.
Für Anleger dürfte deshalb am 5. März entscheidend sein, wie Marvell den Beitrag dieser Zukäufe für die kommenden Quartale einordnet – und ob sich daraus zusätzliche Nachfrage bei Custom-Silicon- und Connectivity-Aufträgen ableiten lässt.
Zum Kursbild: Der Schlusskurs lag gestern (Donnerstag) bei 67,20 Euro; seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von 11,90% zu Buche – trotz der strategischen Aktivität.
Am 5. März (inklusive Earnings-Call um 22:45 Uhr deutscher Zeit) wird Marvell nicht nur an der 0,79-Dollar-Gewinnerwartung gemessen, sondern vor allem an der Prognose: Sie muss plausibel zeigen, wie stark KI-Rechenzentrumsnachfrage sowie Celestial AI und XConn das Wachstum in den nächsten Quartalen tatsächlich anschieben können.
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