Die BayWa Aktie schloss am Freitag bei 4,29 Euro (-1,95 Prozent) und beendet damit eine Woche, die es in sich hatte. Am Mittwoch durchsuchte die Staatsanwaltschaft München I die Privaträume des langjährigen Ex-Vorstandschefs Klaus Josef Lutz. Der Vorwurf: Untreue und mögliche Bilanzmanipulation. Für den ohnehin angeschlagenen Konzern kommt die juristische Eskalation zur Unzeit – nur fünf Tage zuvor hatte der Aufsichtsrat bereits CEO Frank Hiller entlassen.

Die Fakten im Überblick:

  • 14. Januar 2026: Staatsanwaltschaft durchsucht Privaträume von Ex-CEO Lutz
  • 9. Januar 2026: Amtierender CEO Hiller muss gehen
  • Verdacht: Untreue und geschönte Bilanzen aus der Ära Lutz
  • Aktienkurs: Volatil, knapp über historischen Tiefstständen

Doppelschlag innerhalb einer Woche

Die Ermittler konzentrieren sich auf die Ära von Klaus Josef Lutz, der den Agrar- und Baustoffkonzern über 15 Jahre führte und massiv expandieren ließ. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Bilanzen in dieser Zeit zu positiv dargestellt wurden. Lutz zog bereits Konsequenzen und legte sein Amt als Präsident der IHK für München und Oberbayern nieder.

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Nur fünf Tage vor der Razzia hatte der Aufsichtsrat den amtierenden CEO Frank Hiller entlassen – offiziell wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung". Damit steht der Konzern ohne Führungsspitze da, während gleichzeitig die juristische Aufarbeitung der Vergangenheit beginnt.

Cefetra-Verkauf als Rettungsanker

Operativ hatte die BayWa kurz vor Jahresende einen wichtigen Erfolg verbucht: Am 24. Dezember 2025 unterzeichnete der Konzern den Verkauf der Tochter Cefetra Group. Der Deal soll die Nettoverschuldung um rund 600 Millionen Euro senken und war eine zentrale Forderung der Gläubigerbanken.

Der Verkauf der wertvollen Cefetra-Sparte verschafft zwar finanzielle Luft, kostet den Konzern aber einen stabilen Umsatzbringer. Sollten die Vorwürfe gegen Lutz zu Bilanz-Restatements führen, könnte das Vertrauen der Kreditgeber erneut auf dem Spiel stehen.

Forensik und Führungssuche

Die kommenden Wochen dürften von zwei Themen dominiert werden: den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und der Suche nach einem neuen CEO. Marktteilnehmer erwarten Updates des Interims-Managements, ob Rückstellungen für mögliche Rechtsrisiken nötig werden. Ende März folgen die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 – bis dahin bleibt die Aktie hochspekulativ.

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