OHB Aktie: Kampf um 10 Milliarden!
Es könnte der Deal der Unternehmensgeschichte werden: Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB greift nach einem gigantischen Bundeswehr-Projekt. Gemeinsam mit dem Rüstungsriesen Rheinmetall geht es um ein Auftragsvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro – und einen direkten Wettbewerb mit Platzhirsch Airbus. Während die Verhandlungen laufen, liefern auch das operative Kerngeschäft und die Ariane 6 erste Erfolge.
Allianz gegen Airbus
Im Zentrum der Fantasie steht das Projekt „SATCOMBw Stufe 4“. Die Bundeswehr plant den Aufbau einer Satellitenkonstellation mit mindestens hundert Einheiten, um ab 2029 Streitkräfte weltweit zu vernetzen. Technisch orientiert sich das Vorhaben an Netzwerken wie Starlinks von SpaceX und verabschiedet sich von wenigen, großen geostationären Satelliten.
OHB hat sich für diesen Auftrag in Stellung gebracht und verhandelt bereits offiziell über eine Kooperation mit Rheinmetall. Die Arbeitsteilung ist definiert: Rheinmetall fungiert als Systemhaus für die militärische Integration, OHB übernimmt die Satellitenfertigung. Dass die Bremer es ernst meinen, zeigt die Übernahme eines Werks in Schöneck im Oktober 2025. Dort sollen die Kapazitäten für eine Serienfertigung hochgefahren werden. Der Auftrag ist jedoch kein Selbstläufer, da auch Airbus Defense and Space Gespräche mit dem Verteidigungsministerium führt.
Rückenwind durch Ariane 6 und Amazon
Abseits der Rüstungspläne liefert das zivile Geschäft greifbare Zahlen. Am 12. Februar absolvierte die Trägerrakete Ariane 6 ihren ersten kommerziellen Flug und beförderte 32 Satelliten für Amazon in den Orbit. Für OHB zahlt sich dies unmittelbar aus: Die Tochtergesellschaft MT Aerospace, die seit Oktober 2025 vollständig zum Konzern gehört, fertigt Tanks und Strukturkomponenten für die Rakete.
Mit einem Arbeitsanteil von zehn Prozent am Programm profitiert OHB direkt vom Hochlauf der Produktion. Der Amazon-Auftrag umfasst insgesamt 18 Starts und stellt den größten kommerziellen Vertrag in der Geschichte von Arianespace dar. Diese Erträge fließen nun komplett in die Konzernbilanz.
Prognose erhöht
Das Management untermauerte den Optimismus auf dem Capital Market Day mit angehobenen Zielen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent angestrebt. Bis 2028 soll die Gesamtleistung auf über 2,0 Milliarden Euro steigen.
Die Basis für diese Zuversicht bilden die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025. Hier kletterte die Gesamtleistung bereits um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, während das operative Ergebnis (EBITDA) auf 75,5 Millionen Euro zulegte.
Der 19. März markiert den nächsten entscheidenden Termin für Anleger. Auf der Bilanzpressekonferenz muss der Vorstand beweisen, dass die angehobenen Margenziele in der Realität Bestand haben. Sollte in diesem Umfeld auch der Zuschlag für das SATCOMBw-Projekt erfolgen, würde OHB die Dimension eines mittelständischen Raumfahrtunternehmens endgültig hinter sich lassen.
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