Adidas hat heute den testierten Jahresabschluss für 2025 vorgelegt – ein Rekordjahr mit starken Zahlen. Doch statt Euphorie herrscht Ernüchterung: Die Gewinnprognose für 2026 bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie sackt um rund fünf Prozent ab und markiert ein Dreijahrestief im DAX.

Guidance verfehlt Analystenschätzungen deutlich

Das Herzogenauracher Unternehmen rechnet für 2026 mit einem Betriebsergebnis von etwa 2,3 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 2,72 Milliarden Euro kalkuliert – die Lücke von über 400 Millionen Euro wiegt schwer. Als Belastungsfaktoren nennt Adidas US-Zölle und ungünstige Währungsentwicklungen, die zusammen rund 400 Millionen Euro kosten dürften.

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Beim Umsatz peilt der Konzern ein währungsbereinigtes Plus im hohen einstelligen Prozentbereich an, was etwa 2 Milliarden Euro zusätzlichem Erlös entspricht. Die Bruttomarge lag 2025 bei 51,6 Prozent und verbesserte sich trotz Gegenwinds um 0,8 Prozentpunkte.

Rekordergebnis 2025 als Kontrast

Das abgelaufene Geschäftsjahr hätte für sich genommen Grund zur Freude gegeben. Der Umsatz kletterte auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro, die Kernmarke Adidas wuchs währungsbereinigt um 13 Prozent – bereits das zweite Jahr in Folge. Das Betriebsergebnis sprang um mehr als 700 Millionen Euro auf 2,056 Milliarden Euro, die operative Marge verbesserte sich von 5,7 auf 8,3 Prozent. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften legte um fast 70 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zu.

Auch das Schlussquartal überzeugte: Der Markenumsatz stieg währungsbereinigt um elf Prozent, das Betriebsergebnis verdreifachte sich nahezu auf 164 Millionen Euro. Diese Dynamik lässt die verhaltene Prognose für das laufende Jahr umso mehr ins Auge stechen.

Kapitalrückflüsse und Gulden-Verlängerung

Trotz der Prognose-Enttäuschung zeigt sich Adidas großzügig gegenüber Aktionären. Die Dividende soll von 2,00 auf 2,80 Euro je Aktie steigen – ein Plus von 40 Prozent. Zusätzlich plant der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro. Insgesamt sollen 2026 bis zu 1,5 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurückfließen.

Parallel dazu erhält CEO Bjørn Gulden, der seit Januar 2023 an der Spitze steht, eine Vertragsverlängerung bis Ende 2030. Analysten werten dies als beruhigendes Signal. Morgan Stanley verweist darauf, dass Adidas unter Gulden seine eigenen Prognosen wiederholt übertroffen hat.

Branchenumfeld bleibt herausfordernd

Die globale Sportartikelbranche kämpft mit strukturellen Problemen: Überangebot, sich wandelnde Konsumentenpräferenzen in China und intensiver Wettbewerb belasten die Margen. Konkurrenten wie Puma und Nike durchlaufen ebenfalls Restrukturierungen. Das sportliche Umfeld 2026 mit Olympischen Winterspielen und der größten Fußball-WM aller Zeiten bietet zwar Potenzial, ob sich dies in nachhaltige Erlöse übersetzt, ist jedoch offen.

Für den Zeitraum 2026 bis 2028 strebt Adidas ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. Experten sehen in den längerfristigen Zielen durchaus Potenzial: Ein EBIT-Anstieg im mittleren Zehnerbereich könnte den Weg zu einer Zehn-Prozent-Marge ebnen – wenn auch später als erhofft. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Adidas die Belastungen aus Zöllen und Währungen kompensieren kann.

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