BayWa Aktie: Durchschnitt übertroffen!
Der angeschlagene Agrarkonzern zieht die Reißleine. Auf massiven Druck der Eigentümer und Gläubiger räumen gleich drei Aufsichtsräte ihre Posten, während die Kompetenzen des Vorstands drastisch beschnitten werden. Dieser personelle und strukturelle Kahlschlag soll das Vertrauen in den Sanierungskurs zurückgewinnen und die Altlasten der verfehlten Expansionspolitik bewältigen.
Prominente Abgänge im Kontrollgremium
Wie heute bekannt wurde, verlassen namhafte Mitglieder den Aufsichtsrat. Die CSU-Politikerin Monika Hohlmeier und Michael Höllerer, designierter Chef der Raiffeisen Bank International, legen ihre Mandate zum 31. März 2026 nieder. Monique Surges folgt Ende Mai. Lediglich Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied, der dem Gremium bereits seit 2013 angehört, verbleibt im Amt.
Diese Rücktritte sind die direkte Konsequenz der massiven Kritik an der früheren Strategie. Unter der Ägide des Ex-Vorstands hatte sich der Konzern eine Schuldenlast von über fünf Milliarden Euro aufgebürdet, was nun eine tiefgreifende Restrukturierung unumgänglich macht.
Daumenschrauben für den Vorstand
Noch entscheidender als die personellen Wechsel sind die strukturellen Änderungen in der Corporate Governance. Der Konzern senkt den Schwellenwert für zustimmungspflichtige Geschäfte massiv von 200 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro. Damit verliert der Vorstand erheblich an Spielraum und wird künftig deutlich enger vom Aufsichtsrat kontrolliert.
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Gleichzeitig modernisiert die BayWa ihre Anforderungsprofile. Bei Nachbesetzungen liegt der Fokus künftig auf Expertise in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Um eine Verkrustung der Strukturen zu verhindern, wird zudem ab 2028 ein rotierendes Wahlsystem eingeführt und die Amtszeit generell auf vier Jahre verkürzt.
Anleger reagieren erleichtert
Der Markt honoriert das Durchgreifen der Eigentümerseite. Die Aktie kletterte im heutigen XETRA-Handel zeitweise um 1,17 Prozent auf 3,45 Euro. Anleger werten die verschärfte Kontrolle und die personelle Erneuerung als notwendigen Schritt, um die Sanierung glaubwürdig voranzutreiben.
Mit der Senkung der Zustimmungsgrenzen hat der Aufsichtsrat nun die Zügel fest in der Hand, um den Abbau der Schuldenlast direkt zu steuern. Der Erfolg der Sanierung hängt nun davon ab, wie effektiv das neu formierte Gremium diese erweiterten Durchgriffsrechte in der Praxis nutzt.
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