BayWa Aktie: Führungskrise zur Unzeit
Mitten in der existenziellen Restrukturierung sorgt ein abruptes Stühlerücken in der Konzernspitze für zusätzliche Verunsicherung. Nach dem sofortigen Abgang von Vorstandschef Frank Hiller Anfang Januar richten sich alle Blicke auf die Stabilität des angeschlagenen Agrar-Riesen. Kann der Sanierungsplan trotz des Machtvakuums und anhaltender Probleme im US-Geschäft Kurs halten?
Machtwechsel unter Druck
Der Zeitpunkt könnte kaum kritischer sein: Am 9. Januar 2026 musste CEO Dr. Frank Hiller seinen Posten mit sofortiger Wirkung räumen. Offiziell einigten sich Aufsichtsrat und Vorstandsvorsitzender auf die Trennung, doch Berichte über Unzufriedenheit im Aktionärskreis zeichnen ein klareres Bild. Laut Reuters bemängelten Anteilseigner verpasste Chancen bei der Präsentation zukunftsfähiger Konzepte. Die Aufgaben des CEO wurden vorerst auf die verbliebenen Vorstandsmitglieder verteilt, während das Unternehmen betont, die Restrukturierung verlaufe weiterhin nach Plan.
Die Last der Milliardenverluste
Hintergrund der nervösen Stimmung ist die massive finanzielle Schieflage des Konzerns. Das Geschäftsjahr 2024 endete mit einem desaströsen Nettoverlust von rund 1,6 Milliarden Euro, operativ (EBIT) stand ein Minus von 1,1 Milliarden Euro zu Buche. Um die Insolvenz abzuwenden, flüchtete sich BayWa im Januar 2025 in ein StaRUG-Verfahren, dem die Gläubiger im Mai zustimmten.
Die Sanierung ruht nun auf mehreren Säulen:
* Finanzierungssicherung: Laufzeiten wurden bis Ende 2028 verlängert.
* Kapitalerhöhung: Bis zu 201,6 Millionen Euro frisches Geld sollen fließen; eine erste Tranche von 125 Millionen Euro wurde bereits von Ankeraktionären gezeichnet.
* Verkäufe: Die Veräußerung der Tochter Cefetra an First Dutch soll die Schuldenlast um über 650 Millionen Euro drücken.
Sorgenkind Erneuerbare Energien
Ein erhebliches Risiko für den Sanierungserfolg bleibt die Tochter BayWa r.e. Besonders das US-Geschäft leidet unter veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen, was im Oktober 2025 bereits zu einer Rücknahme der Ergebnisprognose führte. Sollten Projekte im Vorratsvermögen neu bewertet werden müssen, drohen weitere Belastungen für die Bilanz.
Der Erfolg der Rettungsmission hängt nun primär an der disziplinierten Umsetzung der Maßnahmen bis 2028 und der schnellen Stabilisierung der US-Sparte, um erneute Abschreibungen in der laufenden Sanierungsphase zu verhindern.
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