IREN Limited steht vor einem wichtigen Termin: Am 5. Februar legt der Betreiber von Rechenzentren und Bitcoin-Mining-Anlagen seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Die Aktie hat in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt – getrieben von der strategischen Neuausrichtung hin zur KI-Infrastruktur und der Partnerschaft mit Microsoft.

Kursrally im Januar

Die IREN-Aktie legte am 27. Januar um 14,57 Prozent zu und schloss bei 59,99 Dollar. Über den gesamten Januar summierte sich das Plus auf rund 49 Prozent. Damit entwickelte sich der Titel deutlich besser als Bitcoin, der im selben Zeitraum etwa fünf Prozent verlor.

Die Performance positioniert IREN unter den Top-Performern im Sektor der Bitcoin-Miner und KI-Rechenzentren, zusammen mit Unternehmen wie Applied Digital, Hut 8 und Galaxy Digital.

Umbau zum KI-Infrastruktur-Player

IREN wandelt sich vom reinen Bitcoin-Miner zum diversifizierten Rechenzentrumsbetreiber. Das Unternehmen baut seine GPU-Kapazität von derzeit rund 23.000 Einheiten auf 140.000 GPUs bis Ende 2026 aus. Ziel ist es, von der steigenden Nachfrage nach KI-Cloud-Diensten zu profitieren.

Microsoft-Vertrag als Fundament

Herzstück der KI-Strategie ist ein im November 2025 geschlossener Cloud-Vertrag mit Microsoft im Volumen von 9,7 Milliarden Dollar. Die mehrjährige Vereinbarung verschafft IREN langfristige Planungssicherheit und wird von Analysten als wesentlicher Bewertungstreiber eingestuft.

Bei voller GPU-Auslastung rechnet das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von etwa 3,4 Milliarden Dollar.

Erwartungen an die Q2-Zahlen

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?

Analysten rechnen für das zweite Quartal mit:

  • Umsatz: 230,12 Millionen Dollar (plus 92,42 Prozent zum Vorjahr)
  • Ergebnis je Aktie: Verlust von 9 Cent

IREN hat in drei der vergangenen vier Quartale die Konsensschätzungen verfehlt. Das Ergebnis des ersten Quartals wurde deutlich durch nicht realisierte Gewinne aus Finanzinstrumenten gestützt – ein Effekt, der sich möglicherweise nicht wiederholt.

Kapitalbedarf und Finanzierung

IREN verfügt über eine solide Liquidität von etwa 1,8 Milliarden Dollar. Im Dezember 2025 nahm das Unternehmen über eine Wandelanleihe weitere 2,3 Milliarden Dollar auf. Der Ausbau der KI-Infrastruktur erfordert Investitionen von schätzungsweise 5,8 Milliarden Dollar in GPUs und Begleitinfrastruktur.

Branche entkoppelt sich von Bitcoin

Der Sektor der Bitcoin-Miner zeigt sich Anfang 2026 zunehmend unabhängig von der Kryptowährung. Während Bitcoin im Januar von rund 87.000 auf 83.000 Dollar fiel, verzeichneten KI-fokussierte Miner zweistellige Kursgewinne. Investoren bewerten diese Unternehmen offenbar neu – weniger als Krypto-Plays, mehr als Infrastruktur-Anbieter für künstliche Intelligenz.

Eckdaten im Überblick:

  • Q2-Zahlen: 5. Februar 2026
  • Umsatzerwartung: 230,12 Millionen Dollar
  • GPU-Ziel 2026: 140.000 Einheiten
  • Microsoft-Vertrag: 9,7 Milliarden Dollar
  • Liquidität: ~1,8 Milliarden Dollar

Die Quartalszahlen dürften zeigen, wie weit der Umbau vom Mining-Betreiber zum KI-Infrastruktur-Anbieter bereits fortgeschritten ist. Die Anleger werden vor allem auf Fortschritte beim GPU-Ausbau und die Umsetzung des Microsoft-Vertrags achten.

Anzeige

IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:

Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...