Eli Lilly steht vor einer richtungsweisenden Woche. Während Investoren gespannt auf die Quartalszahlen am Mittwoch warten, treibt der Pharmariese seine Expansion aggressiv voran und kündigt eine weitere Großinvestition in die US-Produktion an. Doch trotz der ambitionierten Pläne gibt es Gegenwind: Sinkende Preise im Markt für Abnehm-Medikamente sorgen an der Wall Street für gedämpfte langfristige Marktprognosen.

Hohe Erwartungen für 2026

Am Mittwoch, den 4. Februar, öffnet der Konzern seine Bücher für das vierte Quartal 2025. Die Messlatte liegt hoch: Laut LSEG-Daten prognostizieren Analysten für das Jahr 2026 ein Umsatzwachstum von über 21 Prozent im Vergleich zu den Schätzungen für 2025. Der bereinigte Gewinn soll sogar um mehr als 40 Prozent zulegen. Diese optimistische Haltung steht im Kontrast zum Konkurrenten Novo Nordisk, für den einige Experten im kommenden Jahr eher vorsichtigere Prognosen bei Umsatz und operativem Ergebnis erwarten.

Neue Fabrik für die nächste Generation

Ungeachtet kurzfristiger Marktschwankungen investiert das Management massiv in die Zukunft. Am 30. Januar kündigte Eli Lilly an, über 3,5 Milliarden US-Dollar in einen neuen Fertigungsstandort in Pennsylvania zu stecken. Das Ziel ist die Sicherung der Produktion für die nächste Generation injizierbarer Abnehm-Medikamente.

Dazu gehört insbesondere der Wirkstoff Retatrutide. Dieser experimentelle Dreifach-Hormon-Rezeptor-Agonist zeigte in späten Studienphasen die bisher stärksten Gewichtsverlust-Ergebnisse. Die neue Anlage, die 850 Dauerarbeitsplätze schaffen soll, ist Teil einer umfassenden Strategie: Seit Februar 2025 hat das Unternehmen bereits Investitionen von mindestens 27 Milliarden US-Dollar in die heimische Fertigung zugesagt.

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Preisdruck dämpft Euphorie

Trotz der Expansionslust wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass die Wall Street ihre langfristigen Erwartungen für den globalen Markt für Adipositas-Medikamente zurückschraubt. Analysten von Jefferies und Goldman Sachs korrigierten ihre Schätzungen für das Marktvolumen spürbar nach unten.

Haupttreiber dieser Korrektur ist der Preisverfall. Nach Vereinbarungen mit der Trump-Administration sanken die Preise für Endverbraucher von ursprünglich rund 1.000 US-Dollar auf nunmehr 149 bis 299 US-Dollar pro Monat. Goldman Sachs rechnet nun bis 2030 mit einem globalen Umsatzvolumen von 105 Milliarden US-Dollar – deutlich weniger als die zuvor prognostizierten 130 Milliarden US-Dollar.

Der entscheidende Impuls für die Aktie wird nun von der Telefonkonferenz am Mittwochvormittag erwartet. Neben den reinen Geschäftszahlen dürfte vor allem der Ausblick auf die geplante Zulassungsentscheidung für die orale Abnehm-Pille Orforglipron am 10. April die weitere Kursrichtung bestimmen.

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