Bayer Aktie: Wende in Sicht
Für Bayer rückt ein Termin in den Mittelpunkt, der mehr sein könnte als nur ein weiteres Kapitel im Glyphosat-Dauerkonflikt. Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich mit einer Kernfrage, die tausende Klagen beeinflussen kann. Entscheidend ist, ob eine bundesweite Zulassung durch die US-Umweltbehörde EPA Klagen auf Ebene einzelner Bundesstaaten wegen angeblich fehlender Warnhinweise ausbremst.
Supreme Court als Schlüsselfaktor
Der US Supreme Court hat einen zentralen Fall zur Prüfung angenommen. Im Kern geht es um „Preemption“: Wenn die EPA auf Bundesebene keine entsprechenden Warnhinweise verlangt, stellt sich die Frage, ob Kläger Bayer trotzdem nach einzelstaatlichem Recht wegen unterlassener Warnhinweise belangen können.
Bayer argumentiert, dass genau das nicht möglich sein sollte. Ein für den Konzern positives Urteil könnte damit die rechtliche Grundlage für einen großen Teil der noch anhängigen Verfahren schwächen – und eine der größten Belastungen für den Aktienkurs reduzieren. Eine Entscheidung wird bis zum Sommer 2026 erwartet.
Kurs: Hoffnung eingepreist – aber nervös
Dass der Markt diese juristische Weichenstellung ernst nimmt, zeigt der Blick auf die jüngste Entwicklung. Nach einer starken Phase – die Aktie legte in 30 Tagen 18,93% zu – setzten zuletzt auch Gewinnmitnahmen ein. Am Donnerstag schloss das Papier bei 44,02 € und damit rund 5,82% unter dem frischen 52‑Wochen‑Hoch von 46,73 € (27.01.2026).
Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt bei 19,6. Das signalisiert eine stark überverkaufte Lage – was nach einer Rally durchaus für kurzfristige Nervosität und schnelle Richtungswechsel spricht.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Schlusskurs Donnerstag: 44,02 €
- 30 Tage: +18,93%, 12 Monate: +101,35%
- 52‑Wochen‑Hoch: 46,73 €, Abstand: -5,82%
- RSI (14 Tage): 19,6
- 30‑Tage‑Volatilität (annualisiert): 54,93%
Operativ: Pharma-Pipeline und Zahlen als nächster Prüfstein
Neben den Gerichten bleibt das operative Bild relevant. Im Pharmageschäft haben sich die Perspektiven laut Quelltext durch Fortschritte in der Pipeline verbessert. Das soll Sorgen rund um eine mögliche Patentlücke gedämpft haben.
Der nächste konkrete Termin steht ebenfalls fest: Am 25. Februar 2026 will Bayer die Q4‑Zahlen 2025 vorlegen. Diese Veröffentlichung soll auch zeigen, wie weit die Umstrukturierungs- und Effizienzprogramme sind, die ab 2026 zu signifikanten Kosteneinsparungen führen sollen.
Unterm Strich hängt die mittelfristige Stimmungslage an zwei Daten: dem Zahlen-Update Ende Februar und der Supreme‑Court‑Entscheidung bis zum Sommer 2026 – mit klarer Signalwirkung für das Glyphosat-Risiko und damit auch für die Bewertung der Aktie.
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