Die Deutsche Bank hat 2025 operativ geliefert – nach Jahren der Restrukturierung sogar so deutlich wie lange nicht. Doch ausgerechnet parallel zu den Rekordzahlen sorgt eine Razzia für einen Dämpfer. Wie gut trägt die neue Ertragskraft, wenn juristische Altlasten wieder Schlagzeilen machen?

Operativer Rückenwind nach Restrukturierung

Die am Donnerstag vorgelegten Zahlen markieren für die Bank einen wichtigen Meilenstein: Der Vorsteuergewinn sprang 2025 um 84% auf 9,7 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdiente das Institut 6,1 Mrd. Euro – etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Gesamterträge stiegen um 7% auf 32,1 Mrd. Euro.

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Ein zentraler Treiber blieb das Investmentbanking. Dort legten die Erträge um 9% auf 11,5 Mrd. Euro zu. Auch die Vermögensverwaltungstochter DWS steuerte mit einem Ertragsplus von 16% spürbar zum Ergebnis bei. Unterm Strich: Die Ertragsbasis wirkt breiter – und weniger abhängig von einem einzelnen Motor.

Wichtige Fakten im Überblick:
- Vorsteuergewinn 2025: 9,7 Mrd. Euro (+84%)
- Nettogewinn 2025: 6,1 Mrd. Euro (Verdopplung)
- Gesamterträge 2025: 32,1 Mrd. Euro (+7%)
- Investmentbanking-Erträge: 11,5 Mrd. Euro (+9%)
- Dividende (Vorschlag): 1,00 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,68 Euro)
- Aktienrückkauf: bis zu 1 Mrd. Euro genehmigt

Dividende rauf, Rückkauf obendrauf

Die operative Stärke soll sich auch direkt in der Ausschüttung zeigen. Der Vorstand will die Dividende für 2025 auf 1,00 Euro je Aktie anheben – nach 0,68 Euro im Vorjahr. Zusätzlich ist ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1 Mrd. Euro genehmigt.

Damit erhöht die Bank den Druck, die neue Profitabilität auch in den kommenden Jahren zu bestätigen. Gleichzeitig unterstreicht die Maßnahme, dass das Management genügend Kapitalspielraum sieht: Seit 2022 summiert sich die Kapitalausschüttung an Aktionäre laut Angaben auf rund 8,5 Mrd. Euro.

Razzia bremst – und bleibt ein Unsicherheitsfaktor

Trotz der Rekordzahlen reagierte der Markt zuletzt nur verhalten. Der Hintergrund: Am 28. Januar 2026 – einen Tag vor der Bilanzpressekonferenz – durchsuchten Ermittler der Staatsanwaltschaft Frankfurt, der Bafin und des BKA die Zentrale in Frankfurt sowie Räumlichkeiten in Berlin.

Es geht um den Verdacht auf Geldwäsche beziehungsweise verspätete Verdachtsmeldungen. Die Ermittlungen beziehen sich auf Transaktionen aus dem Zeitraum 2013 bis 2018, die mutmaßlich mit dem sanktionierten Oligarchen Roman Abramowitsch in Verbindung stehen. CEO Christian Sewing kündigte schnelle Aufklärung und volle Kooperation an, verwies aber zugleich darauf, dass diese Altlasten die operative Perspektive nicht überdecken sollten.

Auch im Kursbild zeigt sich eher Abwarten: Der Schlusskurs lag gestern bei 32,45 Euro, seit Jahresbeginn steht ein Minus von 3,29% zu Buche – trotz eines starken 12-Monats-Plus von 70,82%.

Zum Ausblick: Bis 2028 peilt das Management eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 13% an (aktuell 10,3%) und Erträge von 37 Mrd. Euro. Analysten äußerten sich nach den Zahlen überwiegend konstruktiv, verwiesen aber gleichzeitig auf die juristischen Themen als klaren Unsicherheitsfaktor.

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