Bayer Aktie: Gelungene Markterschließung!
Bayer startet stark ins Jahr 2026 – und das gleich auf zwei Ebenen. In den USA könnte ein Grundsatzurteil im Glyphosat-Streit die Rechtsrisiken spürbar einhegen, gleichzeitig präsentiert der Konzern eine deutlich belebte Pharma-Pipeline. Kein Wunder, dass die Aktie nahe am 12-Monats-Hoch notiert und 2026 bislang an der DAX-Spitze liegt.
Supreme Court als potenzieller Wendepunkt
Am 16. Januar 2026 hat der US Supreme Court entschieden, den Fall Durnell im Zusammenhang mit den Roundup-Klagen anzunehmen. Im Zentrum steht die Frage der sogenannten „Federal Preemption“: Steht das US-Bundesrecht zu Warnhinweisen bei Glyphosat höher als einzelstaatliche Regelungen?
Kommt der Supreme Court bis spätestens Juni 2026 zu einem Urteil zugunsten von Bayer, könnten die jahrelangen, teils widersprüchlichen Glyphosat-Klagen deutlich begrenzt werden. Der Konzern stellt dies in seinen Mitteilungen klar als potenziell zentrale Weichenstellung dar.
Rückenwind kommt zusätzlich aus Washington: Bereits im Dezember 2025 hatte sich die US-Regierung auf Bayers Seite gestellt. Solicitor General John Sauer verwies in seinem Schreiben an das Gericht darauf, dass die Umweltbehörde EPA mehrfach zu dem Schluss gekommen sei, Glyphosat sei „wahrscheinlich nicht krebserregend“ für Menschen. Diese Position stärkt Bayers Argumentation, dass bundesrechtliche Regelungen Vorrang haben sollten.
Pharma-Pipeline mit neuen Akzenten
Während sich in den USA das juristische Umfeld klären könnte, arbeitet Bayer an der nächsten Wachstumsphase im Pharmageschäft. Auf der JPMorgan Healthcare Conference Mitte Januar 2026 stellte der Konzern fünf potenzielle Blockbuster vor – also Medikamentenkandidaten mit einem erwarteten Jahresumsatz von jeweils mindestens einer Milliarde US-Dollar.
Wichtige Projekte im Überblick:
- Nubeqa: Das Prostatakrebs-Medikament entwickelt sich weiter positiv und bleibt ein zentraler Baustein im Onkologie-Portfolio.
- Kerendia: Eingesetzt bei chronischer Nierenerkrankung und bestimmten Formen der Herzinsuffizienz, soll das Mittel schrittweise neue Patientengruppen erschließen.
- Asundexian: Ein Hoffnungsträger in der Schlaganfallprävention; detaillierte Studiendaten werden im Februar 2026 erwartet.
Bayer peilt im Pharmabereich bis spätestens 2027 ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Gleichzeitig soll die operative Marge bis 2030 auf etwa 30 Prozent steigen. Vor diesem Hintergrund wirkt die früher oft zitierte „Patentklippe“ durch das Auslaufen von Xarelto und Eylea inzwischen deutlich entschärft.
Kursentwicklung: Starker Lauf mit hohem Tempo
Die Kombination aus juristischem Rückenwind und einer gestärkten Pipeline spiegelt sich im Kursverlauf wider. Die Aktie hat zuletzt ein neues 12-Monats-Hoch markiert und notiert heute mit 45,44 Euro nur rund 3 % darunter. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von gut 110 % zu Buche, allein in den vergangenen 30 Tagen kletterte der Kurs um knapp 25 %.
Wichtige Kennzahlen zur aktuellen Lage:
- Kurs heute: 45,44 Euro
- 52-Wochen-Hoch: 46,73 Euro (Abstand ca. -2,8 %)
- 52-Wochen-Tief: 19,93 Euro (Abstand über 120 %)
- Seit Jahresanfang: +19,6 %
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: rund +52 %
Charttechnisch bewegt sich der Titel damit klar über allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Gleichzeitig signalisiert ein 14-Tage-RSI von 19,6 eine überverkaufte Situation nach der jüngsten Korrektur – ein Hinweis darauf, dass der starke Aufwärtstrend kurzfristig ins Stocken geraten ist, ohne den übergeordneten Lauf zu brechen.
Nächste Termine im Fokus
Für die weitere Entwicklung sind in den kommenden Monaten mehrere Wegmarken entscheidend:
- Februar 2026: Veröffentlichung der detaillierten Studiendaten zu Asundexian, die den Wert des Projekts in der Schlaganfallprävention konkretisieren sollen.
- Bis Juni 2026: Erwartete Entscheidung des US Supreme Court im Fall Durnell, die den Rahmen für zukünftige Glyphosat-Klagen definieren könnte.
- Jahresergebnisse 2025: Termin laut Bayer Investor Relations noch ausstehend, aber für die Einordnung der finanziellen Wirkung der neuen Strategie zentral.
Unterm Strich stützt sich der starke Kursanstieg damit auf zwei Säulen: die Chance auf eine klare Begrenzung der Glyphosat-Risiken und eine wieder deutlich wachstumsorientierte Pharma-Sparte. Wie nachhaltig der Aufschwung bleibt, wird sich insbesondere an den Asundexian-Daten im Februar und dem Supreme-Court-Urteil bis Juni 2026 zeigen.
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