SAP liefert solide Zahlen und setzt mit einem neuen Aktienrückkauf ein Signal. Trotzdem hat ausgerechnet die Kennzahl, auf die der Markt im Cloud-Geschäft besonders schaut, für lange Gesichter gesorgt. Denn beim „Current Cloud Backlog“ fehlten am Ende Nuancen – und die wogen schwer.

Cloud-Kennzahl trifft Nerv

Der Auslöser für den Verkaufsdruck war das Wachstum des „Current Cloud Backlog“. Diese Kennzahl steht für vertraglich zugesicherte Cloud-Umsätze in den kommenden zwölf Monaten – also für planbare Erlöse und ein Stück weit für die Visibilität des künftigen Wachstums.

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Im vierten Quartal legte der Wert um 25% zu. Das lag jedoch knapp unter den Markterwartungen von 26%. Klingt nach einem kleinen Abstand, ist aber im strategisch entscheidenden Cloud-Segment eben genau die Stelle, an der Anleger sehr genau hinschauen. Reicht so eine minimale Verfehlung, um den Kurs so stark unter Druck zu setzen? Im aktuellen Umfeld offenbar ja – weil Cloud-Wachstum der zentrale Maßstab für die SAP-Story bleibt.

Ein Blick auf die Kurslage zeigt, wie hart der Markt reagiert hat: Mit 164,62 Euro markierte die Aktie gestern zugleich ihr 52-Wochen-Tief. In den vergangenen 30 Tagen steht ein Minus von -20,99% zu Buche.

Zahlen, Rückkauf, Ausblick: Eigentlich solide

Unterm Strich fiel das Gesamtjahr 2025 robust aus. Der Umsatz stieg um 8% auf 36,8 Mrd. Euro, der Nettogewinn lag bei 7,5 Mrd. Euro. Zusätzlich will SAP eigene Aktien zurückkaufen: Über die nächsten zwei Jahre ist ein Programm von bis zu 10 Mrd. Euro angekündigt.

Auch der Blick nach vorn ist nicht grundsätzlich defensiv: Für 2026 stellt SAP ein währungsbereinigtes Cloud-Erlöswachstum von 23 bis 25% in Aussicht.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Umsatz 2025: 36,8 Mrd. Euro
- Current Cloud Backlog (Q4): +25% (Erwartung: 26%)
- Nettogewinn 2025: 7,5 Mrd. Euro
- Prognose Cloud-Erlöswachstum 2026: 23–25%
- Aktienrückkauf: bis zu 10 Mrd. Euro über zwei Jahre

Tech-Stimmung bleibt angespannt

Zur enttäuschten Reaktion passt auch das Umfeld: Im Technologiesektor ist die Stimmung zuletzt nervös, unter anderem wegen Sorgen, wie stark Künstliche Intelligenz traditionelle Software-Geschäftsmodelle langfristig verändert. Als DAX-Schwergewicht drückte die deutliche Schwäche der Aktie entsprechend auch auf den Leitindex.

Unterm Strich bleibt damit ein gemischtes Bild: Solide Jahreszahlen und ein großer Rückkauf treffen auf eine Cloud-Kennzahl, die die Erwartungen nicht ganz erreicht hat – und genau das hat den Markt gestern offensichtlich stärker beschäftigt als der Rest.

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