Eutelsat Aktie: Verkauf geplatzt
Rückschlag für die Bilanzsanierung: Der geplante Verkauf von Bodeninfrastruktur ist gescheitert. Statt frischer Liquidität in Höhe von 550 Millionen Euro muss der Satellitenbetreiber nun seine Verschuldungsprognose nach oben korrigieren. Wie gravierend wirkt sich das Ausbleiben der Mittel auf die ambitionierten Pläne des Konzerns aus?
Die Transaktion mit dem Private-Equity-Investor EQT Infrastructure VI kommt nicht zustande, da notwendige Bedingungen für den Abschluss nicht erfüllt wurden. Eutelsat gab das Scheitern des Deals gestern bekannt. Für das Unternehmen bedeutet dies den Verlust von sicher eingeplanten Nettoerlösen in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro.
Bilanzziele korrigiert
Die direkten Folgen spiegeln sich sofort in den Finanzkennzahlen wider. Ohne den Zufluss der 550 Millionen Euro steigt die erwartete Schuldenlast im Verhältnis zum operativen Ergebnis.
- Verschuldung: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA wird zum Ende des Geschäftsjahres 2025-26 voraussichtlich bei 2,7x liegen. Die ursprüngliche Prognose sah einen Wert von 2,5x vor.
- Marge: Da die Assets im Besitz des Konzerns bleiben und kein kostenintensiver Servicevertrag mit dem Käufer nötig wird, entfällt ein negativer Effekt auf das Ergebnis. Die langfristige EBITDA-Marge für 2028-29 wird nun bei rund 65 Prozent erwartet (zuvor 60 Prozent).
Investitionen laufen weiter
Trotz der fehlenden Einnahmen betont das Management, dass die Finanzierung der strategischen Wachstumspläne nicht gefährdet sei. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund des massiven Investitionsprogramms für die OneWeb-Konstellation. Erst Mitte Januar vergab Eutelsat einen Auftrag über 340 Satelliten an Airbus Defence and Space.
Das gesamte Erweiterungsprogramm beläuft sich für den Zeitraum 2024 bis 2029 auf geschätzte Kosten von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro. Dass der Konzern diese Summen nun ohne den Erlös aus dem Infrastruktur-Verkauf stemmen muss, erhöht den Druck auf den operativen Cashflow.
Klarheit über die detaillierte Finanzlage werden die Halbjahreszahlen bringen, die Eutelsat am 13. Februar 2026 vorlegt. Bis dahin gilt für das Unternehmen die "Quiet Period". Anleger werden an diesem Termin genau prüfen müssen, wie das Management die höhere Verschuldung langfristig in den Griff bekommen will.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








