Die Commerzbank steht weiter unter Druck – nicht nur wegen der politischen Debatte um eine mögliche Übernahme durch die UniCredit. Goldman Sachs hat zum Wochenschluss das Kursziel gesenkt, während operative Probleme bei einer Tochtergesellschaft für zusätzliche Belastung sorgen. Zugleich glänzt Konkurrent Deutsche Bank mit Rekordergebnissen.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick

  • Goldman Sachs reduziert das Kursziel auf 35,10 Euro (zuvor höher), bleibt bei „Neutral"
  • Aquila Capital, eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, muss zwei Fonds abwickeln
  • Deutsche Bank meldet deutlich höheren Vorsteuergewinn für 2025 – über den Markterwartungen
  • Bundesregierung bekräftigt Ablehnung einer UniCredit-Übernahme
  • Nächster Termin: Quartalszahlen Q4 2025 am 11. Februar 2026

Kursziel-Anpassung als Belastungsfaktor

Die Investmentbank Goldman Sachs korrigierte ihr Kursziel für die Commerzbank nach unten und sieht den fairen Wert nun bei 35,10 Euro. Bei einem Schlusskurs von 34,60 Euro am Donnerstag bleibt damit kaum Luft nach oben. Die neutrale Einstufung signalisiert: Die Analysten sehen derzeit weder überzeugenden Grund zum Kauf noch zum Verkauf.

Die Anpassung erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld. Der DAX rutschte zuletzt unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten.

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Operative Probleme bei Aquila Capital

Erschwerend kommt hinzu, dass die Commerzbank-Tochter Aquila Capital zwei Fonds abwickeln muss. Der auf Sachwerte spezialisierte Asset Manager kämpft bereits seit längerem mit Mittelabflüssen im Kundengeschäft. Die jetzige Fondsschließung unterstreicht die strukturellen Herausforderungen in diesem Geschäftsbereich.

Deutsche Bank als Kontrast

Während die Commerzbank mit gedämpften Erwartungen konfrontiert ist, liefert die Deutsche Bank beeindruckende Zahlen. Der nationale Wettbewerber meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen deutlich gestiegenen Vorsteuergewinn, der die Analystenschätzungen übertraf. Dieser Kontrast dürfte bei Investoren nicht unbemerkt bleiben.

Politisches Tauziehen geht weiter

Die Bundesregierung hält unbeirrt an ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einer Übernahme durch die UniCredit fest. Die italienische Großbank ist bereits ein bedeutender Aktionär und kassierte zuletzt eine erhebliche Dividendenzahlung aus ihrer Beteiligung. Die politische Blockade schafft Unsicherheit – sowohl für potenzielle Übernahmepläne als auch für die strategische Ausrichtung der Bank.

Ausblick: Quartalszahlen rücken näher

Am 11. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen für Q4 2025. Anleger werden genau prüfen, ob sich die operative Schwäche bei Töchtern wie Aquila Capital in den Konzernzahlen widerspiegelt. Positiv wirkt das Zinsumfeld: Commerzbank-Experten wiesen darauf hin, dass die US-Notenbank Fed keine Eile bei weiteren Zinssenkungen zeigt – ein stützendes Element für Bankerträge. Ob das ausreicht, um den Abstand zum überzeugender agierenden Konkurrenten Deutsche Bank zu verringern, wird sich zeigen.

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