Die Euphorie nach dem angekündigten Glyphosat-Vergleich ist verflogen. Statt nachhaltiger Erholung folgte am Freitag ein weiterer Kursrutsch – die Aktie sackte um 4,3 Prozent auf 43,61 Euro ab und durchbrach damit die wichtige 21-Tage-Linie bei 45,62 Euro. Was zunächst wie ein Befreiungsschlag aussah, entpuppt sich als Strohfeuer.

Ratingagentur dämpft Hoffnungen

Fitch verschärfte den Ton und senkte den Ausblick für Bayer auf negativ. Der Grund: Die Ratingwächter sehen erhebliche Unsicherheiten beim vorgeschlagenen Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar. Zwar könnte eine gerichtliche Genehmigung zusammen mit einem positiven Urteil des Supreme Court die Rechtsrisiken deutlich verringern. Doch genau hier liegt das Problem – niemand weiß, wie das Gericht entscheiden wird und wann überhaupt eine finale Klärung erfolgt.

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Hinzu kommt die Frage der Finanzierung. Vier Milliarden Euro mehr als ursprünglich eingeplant müssen kurzfristig zurückgestellt werden. Diese unerwartete Belastung löste am Mittwoch einen regelrechten Flashcrash aus – zeitweise stürzte der Kurs um 13 Prozent auf 43,30 Euro. Nur beherzte Käufe stabilisierten das Papier wieder über der 45-Euro-Schwelle.

Rally verliert an Schwung

Noch am Dienstag hatte Bayer mit einem Jahresplus von über 30 Prozent zum DAX-Favoriten Siemens Energy aufgeschlossen. Von diesem Höhenflug ist nur wenig geblieben. Das Plus im laufenden Jahr schrumpfte auf 18 Prozent zusammen. Der Abstand zum Zwischenhoch bei knapp 50 Euro wächst – ein Niveau, das im September 2023 zuletzt erreicht wurde.

Die technische Situation hat sich merklich eingetrübt. Der Bruch der 21-Tage-Linie signalisiert nachlassende Aufwärtsdynamik. Analysten verweisen zudem auf das noch ausstehende Grundsatzurteil des Supreme Court, das mit großer Spannung erwartet wird. Die Glyphosat-Streitigkeiten haben dem Konzern in der Vergangenheit bereits Milliarden gekostet und zur Kürzung der Dividende geführt.

Langfristige Investoren nutzten den Kurseinbruch vom Mittwoch zwar zum Einstieg, doch die Unsicherheit über den rechtlichen Ausgang bleibt bestehen. Solange hier keine Klarheit herrscht, dürfte die Aktie anfällig für weitere Rücksetzer bleiben.

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