Ein Kurssprung von rund 7 % katapultierte die Aktie von Bayer AG gestern auf 49,32 Euro. Am heutigen Mittwoch ist es für die Leverkusener indes gleich um mehr als -7,9 % abwärts gegangen. Ein gigantischer Verlust. Damit entfernte sich das Papier wieder von der Marke von 50 Euro, die viele Marktteilnehmer als charttechnische Hürde betrachten. Der Anstieg folgt auf eine weitreichende Einigung im Zusammenhang mit den Glyphosat-Verfahren rund um Monsanto. Der Abstieg nun ist wohl Gewinnmitnahmen geschuldet.

Die Rechtsstreitigkeiten hatten den Konzern über Jahre belastet. Hohe Schadenersatzforderungen und milliardenschwere Rückstellungen prägten die Bilanz. Mit dem nun vereinbarten Vergleich will Bayer die offenen Verfahren in wesentlichen Teilen beilegen. Medien sprechen von einem milliardenschweren Paket. Die Vereinbarung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Zustimmung. Ein zuständiges Gericht in St. Louis muss den Vergleich formell genehmigen.

Bayer: Die Börsen haben es gegeben, die Börsen haben es genommen!

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Ungeachtet dieser formalen Hürde reagierten die Börsen unmittelbar. Der kräftige Anstieg deutet darauf hin, dass viele Investoren die Einigung als Befreiungsschlag werten. Die Unsicherheit über weitere Prozessrisiken hatte lange auf der Bewertung gelastet. Fällt dieser Unsicherheitsfaktor zumindest teilweise weg, verändern sich die Annahmen in zahlreichen Bewertungsmodellen.

Charttechnisch präsentiert sich das Bild klar. Die Aktie bewegt sich in einem ausgeprägten Aufwärtstrend. Der jüngste Sprung verstärkte diese Bewegung zusätzlich. Händler beobachten nun zunächst, ob der Kurs die 50-Euro-Marke nachhaltig überschreitet. Ein Durchbruch könnte weitere Käufe auslösen, da viele Strategien auf markante Schwellen achten. Dem Braten allerdings trauten die Investoren dann am Mittwoch wohl nicht und nahmen die Gewinne wieder vom Tisch.

Bayer: Haben die Analysten doch Recht?

Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Neubewertung des Unternehmens. Einige bisherige Kurszielschätzungen liegen bereits unter dem aktuellen Kursniveau. Andere Analysen hatten zwar Ziele jenseits von 50 Euro genannt, doch diese Modelle basierten auf bestimmten Annahmen zu Prozesskosten und Rückstellungen. Mit der neuen Vergleichsstruktur verändern sich die Kalkulationsgrundlagen.

Die kommenden Handelstage dürften daher stark von der Diskussion über den fairen Unternehmenswert geprägt sein. Die ausgesprochen starken Zugewinne oder die dann folgenden Verkäufe lassen die Frage offen, was nun dem wahren Wert entspricht.

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