Amazon hat Walmart als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt abgelöst. Nach 13 Jahren an der Spitze muss der Einzelhandelsriese den Thron räumen – ein Meilenstein, der die Verschiebung wirtschaftlicher Macht vom klassischen Handel zur Tech-Industrie symbolisiert. Am 19. Februar 2026 wurde die Wachablösung offiziell bestätigt.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Amazon erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 717 Milliarden US-Dollar. Walmart kam auf 713,2 Milliarden Dollar für die zwölf Monate bis Ende Januar 2026. Der Vorsprung mag schmal erscheinen, doch die Richtung ist eindeutig: Bereits vor einem Jahr hatte Amazon Walmart erstmals bei den Quartalsumsätzen überholt.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Diversifikation. Während Walmart primär vom Einzelhandel lebt, erwirtschaftet Amazon seine Erlöse aus mehreren Quellen. Amazon Web Services (AWS), die Cloud-Sparte des Konzerns, wuchs im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent – das stärkste Wachstum seit Jahren. AWS steuert rund 18 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

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Hinzu kommen Drittanbieter-Services, die etwa 24 Prozent der Erlöse ausmachen, sowie das Werbegeschäft mit einem Plus von 22 Prozent im Schlussquartal.

200 Milliarden Dollar für die Zukunft

CEO Andy Jassy kündigte für 2026 Investitionen von etwa 200 Milliarden Dollar an. Der Konzern setzt auf künstliche Intelligenz, Chip-Entwicklung, Robotik und Satellitentechnologie. Die aggressive Investitionsstrategie belastet allerdings die Aktie: Seit der Ankündigung Anfang Februar verlor der Titel rund 14 Prozent.

Parallel dazu baut Amazon massiv Personal ab. Seit Oktober 2025 wurden etwa 30.000 Stellen im Corporate-Bereich gestrichen – fast 10 Prozent der Büroangestellten. Allein im Januar 2026 traf es 135 Mitarbeiter im New Yorker Büro an der 1440 Broadway. Personalchefin Beth Galetti versicherte, die Kürzungen seien keine dauerhafte Strategie, sondern zielten darauf ab, Hierarchien abzubauen und Bürokratie zu reduzieren.

Marktreaktion bleibt verhalten

Die Aktie schloss am 19. Februar bei 204,86 Dollar und bewegte sich damit kaum. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 2,2 Billionen Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 28,57. Anleger scheinen zwischen Begeisterung über die Umsatzführerschaft und Sorge über die hohen Investitionen hin- und hergerissen. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob sich die Milliardeninvestitionen in nachhaltiges Gewinnwachstum übersetzen lassen.

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