Bavarian Nordic Aktie: Schicksalstag naht!
Der Traum vom schnellen Buyout ist geplatzt, die Übernahme durch Finanzinvestoren endgültig vom Tisch. Nun muss der dänische Impfstoffhersteller Bavarian Nordic beweisen, dass er auch ohne rettenden Hafen schwimmen kann. Am 11. Dezember stellen sich die Dänen ihren Aktionären – und die fordern nach den jüngsten Turbulenzen Antworten: Wie geht es im Alleingang weiter?
Stunde der Wahrheit
Das kommende Aktionärstreffen in Kopenhagen markiert eine Zäsur. Nach dem Rückzug des Konsortiums Innosera ApS steht das Management unter massivem Druck, das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen. Anleger erwarten nicht weniger als einen detaillierten Schlachtplan, wie die jüngsten Erfolge – insbesondere bei den Mpox- und Chikungunya-Impfstoffen – in echten Unternehmenswert umgemünzt werden sollen.
Die zentrale Herausforderung: Da die Übernahmeprämie aus dem Aktienkurs gewichen ist, zählt jetzt nur noch die operative Leistung. Der Vorstand muss darlegen, wie die Wachstumsstrategie ohne die finanzielle Rückendeckung von Nordic Capital und Permira funktionieren soll.
Rettungsanker aus Brüssel
Ein fundamentales Argument für die Eigenständigkeit liefert der massive Rahmenvertrag mit der EU-Behörde HERA. Dieser wurde interessanterweise bereits am 31. Oktober, also kurz vor dem offiziellen Scheitern der Übernahme, unterzeichnet. Die Vereinbarung über bis zu 8 Millionen Impfstoffdosen für die kommenden vier Jahre untermauert den substanziellen Wert des Unternehmens.
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Mit einer sofortigen Zusage für rund 1,1 Millionen Dosen ist zumindest der Umsatzboden für das Jahr 2026 betoniert. Dieser Deal deckt 20 EU-Mitgliedsstaaten ab und dient als wichtiges Signal an den Markt: Das operative Geschäft läuft, auch wenn der Aktienkurs zuletzt litt.
Knapp gescheitert
Dass Bavarian Nordic nun auf eigenen Beinen stehen muss, lag an einer hauchdünnen Entscheidung. Das Bieterkonsortium zog sein Angebot am 6. November zurück, obwohl es sich bereits rund 60 Prozent der Anteile gesichert hatte. Die zwingende Schwelle von zwei Dritteln (66,67 Prozent) wurde jedoch verfehlt.
Für den Vorstand beginnt nun die echte Bewährungsprobe. Nach einem schmerzhaften Kursverlust von über 20 Prozent auf Monatssicht müssen am 11. Dezember Fakten auf den Tisch. Neben dem HERA-Vertrag werden vor allem Updates zur Markteinführung des Chikungunya-Impfstoffs entscheidend sein, um die skeptischen Anleger wieder ins Boot zu holen.
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