Der Zahlungsdienstleister steht unter massivem Druck: Die Aktie markierte am Freitag bei 44,09 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Doch kurz vor den Quartalszahlen am 3. Februar geht PayPal in die Offensive. Mit einer strategischen Übernahme will sich der Konzern im Bereich KI-Commerce neu aufstellen und sucht den Anschluss an die Zukunft.

Strategischer Zukauf

PayPal kündigte am 22. Januar die Übernahme von Cymbio an, einer Plattform für Multi-Channel-Orchestrierung aus Tel Aviv. Ziel des Deals ist es, Händlern den Zugang zu KI-basierten Einkaufskanälen zu erleichtern. Die Technologie soll sicherstellen, dass Produkte auf Plattformen wie Microsoft Copilot, Perplexity und bald auch ChatGPT sichtbar und kaufbar sind.

Für PayPal ist dies ein logischer Schritt, um den "Store Sync"-Service auszubauen. Händler behalten dabei die Kontrolle über ihre Marke, während PayPal die technische Brücke zum KI-Shopping schlägt. Bekannte Marken wie Abercrombie & Fitch nutzen diese Integration bereits. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet.

Fokus auf die Quartalszahlen

Der strategische Zukauf erfolgt in einer kritischen Marktphase. Mit einem Kursverlust von rund 49 Prozent in den letzten zwölf Monaten ist das Vertrauen der Anleger stark angeschlagen. Am Dienstag, den 3. Februar, muss PayPal liefern: Analysten rechnen laut Marktdaten mit einem Gewinn pro Aktie von etwa 1,29 US-Dollar bei einem Umsatz von knapp 8,8 Milliarden US-Dollar.

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Bereits im dritten Quartal konnte das Unternehmen die Erwartungen übertreffen. Doch der anhaltende Abwärtstrend der Aktie zeigt, dass der Markt skeptisch bleibt und auf nachhaltige Wachstumsimpulse wartet.

Konkurrenzdruck und Expansion

Das Umfeld bleibt herausfordernd. Wettbewerber wie Stripe, Square und Klarna setzen PayPal zu, was auch Analysten von Cantor Fitzgerald kürzlich dazu veranlasste, die Aktie mit "Neutral" zu bewerten. Um dem entgegenzuwirken, investiert der Konzern nicht nur in KI, sondern auch in internationale Märkte und neue Partnerschaften.

So beteiligte sich PayPal kürzlich an einer Finanzierungsrunde des Fintechs Klearly, um Zugang zur "Tap to Pay"-Technologie für europäische Händler zu erhalten. Auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank wurde ausgeweitet. Internationales Wachstum bleibt ein Schlüsselfaktor, da Auslandsmärkte wie Deutschland bereits über 40 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuern.

Die Reaktion der Märkte auf die Zahlen am kommenden Dienstag wird zeigen, ob die neuen strategischen Initiativen ausreichen, um den Abwärtstrend zu stoppen, oder ob die Anleger weitere Beweise für einen erfolgreichen Turnaround fordern.

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