BASF Aktie: Unaufgeregtes Marktumfeld
Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeichnen ein widersprüchliches Bild beim Ludwigshafener Chemieriesen. Während das operative Ergebnis die eigenen Ziele verfehlte, überraschte der Free Cashflow die Marktteilnehmer positiv. Angesichts dieser gemischten Signale stellt sich die Frage: Wie schwer wiegt die operative Schwäche im Vergleich zur unerwartet vollen Kasse?
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Umsatz: 59,7 Mrd. Euro (im Rahmen der Erwartungen)
- EBITDA (vor Sondereinflüssen): 6,6 Mrd. Euro (Prognose verfehlt)
- Free Cashflow: 1,3 Mrd. Euro (Prognose deutlich übertroffen)
- Nettoergebnis: 1,6 Mrd. Euro (über Analystenkonsens)
Operatives Geschäft unter Druck
Der Kern des Konflikts liegt im operativen Ergebnis. Mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,6 Milliarden Euro hat BASF die eigene Prognosespanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro knapp verpasst. Verantwortlich hierfür waren vor allem niedrige Margen und negative Währungseffekte, die auch das leichte Absatzwachstum nicht kompensieren konnten.
Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr auf 59,7 Milliarden Euro. Auch das EBIT lag mit 1,6 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert (1,8 Mrd. Euro) und verfehlte die Analystenschätzungen von 2,2 Milliarden Euro deutlich. Hier schlagen vor allem höhere Restrukturierungskosten zu Buche. Der Konzern treibt seine Sparmaßnahmen schneller voran als ursprünglich geplant, was kurzfristig die Bilanz belastet, aber langfristig die Kostenbasis senken soll.
Die Aktie notiert aktuell bei 45,94 Euro und hält sich damit trotz der operativen Enttäuschung stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt.
Überraschung beim Cashflow
Während das Tagesgeschäft schwächelte, lieferte BASF bei der Liquidität positive Nachrichten. Der Free Cashflow von 1,3 Milliarden Euro übertraf nicht nur die eigene Prognose von maximal 0,8 Milliarden Euro massiv, sondern lag auch weit über dem Analystenkonsens. Dies ist ein wichtiges Signal für die Dividendenfähigkeit und finanzielle Stabilität des Konzerns.
Auch unter dem Strich fiel das Ergebnis besser aus als befürchtet. Das Nettoergebnis von 1,6 Milliarden Euro übertraf die Erwartungen deutlich. Dies ist jedoch primär auf Sondereffekte zurückzuführen: Starke Ergebnisbeiträge der Beteiligung Wintershall Dea polierten die Bilanz auf.
Fokus auf Kerngeschäft
Strategisch schärft das Management weiter das Profil. Mit Daniel Wussow übernimmt zum 1. April ein neuer Verantwortlicher den Bereich Care Chemicals. Gleichzeitig prüft der Konzern den Verkauf der Tochtergesellschaft trinamiX, um sich stärker auf das Kerngeschäft zu fokussieren. Der Verkauf des Dekorlack-Geschäfts im Oktober 2025 hatte bereits erste positive Effekte gezeigt und die Sonderbelastungen teilweise abgefedert.
Am 27. Februar 2026 wird BASF den vollständigen Geschäftsbericht vorlegen. Erst dann wird sich im Detail zeigen, wie nachhaltig die Kostensenkungen greifen und ob der Konzern für das laufende Jahr eine optimistischere Prognose wagen kann.
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