Zwei gegensätzliche Einschätzungen an einem Tag: Während JPMorgan die BASF-Aktie für deutlich überbewertet hält und das Kursziel auf 36 Euro senkt, sieht mwb research Kaufpotenzial bis 52 Euro. Der Streitpunkt: Wie viel ist die Cash-Stärke des Chemiekonzerns wert, wenn das operative Geschäft schwächelt?

Die Fakten im Überblick:

  • JPMorgan stuft mit "Underweight" ein, Kursziel 36 Euro (zuvor 40 Euro)
  • mwb research empfiehlt "Buy" mit Kursziel 52 Euro
  • Vorläufiger Umsatz 2025: 59,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 61,4 Mrd. Euro)
  • Freier Cashflow überraschend stark, EBITDA leicht unter Erwartungen

Gegensätzliche Bewertungen spalten Analysten

JPMorgan argumentiert mit klaren Zahlen: Die vorläufigen Geschäftsdaten für 2025 belasten die ohnehin gesenkten Ergebnisschätzungen für 2026 zusätzlich. Der zuständige Analyst sieht die Aktie als einen der teuersten Zykliker in der Chemiebranche – die fundamentale Ausgangslage rechtfertige die aktuelle Bewertung nicht mehr.

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mwb research setzt dagegen auf einen anderen Aspekt: Der freie Cashflow habe die Erwartungen deutlich übertroffen. Das Analystenhaus wertet dies als Zeichen hoher Kapitaldisziplin und niedriger Investitionen, typisch für die späte Phase eines Zyklus. Die operative Schwäche beim EBITDA wird dabei in Kauf genommen.

Operative Herausforderungen bleiben sichtbar

Die am 22. Januar vorgelegten vorläufigen Zahlen zeigen den Druck auf das Geschäft: Der Umsatzrückgang auf 59,7 Milliarden Euro resultiert aus geringeren Margen, negativen Währungseffekten und sinkenden Verkaufspreisen. Leicht gestiegene Absatzmengen konnten diese Effekte nicht ausgleichen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen liegt bei geschätzten 6,6 Milliarden Euro.

Parallel laufen strategische Prüfungen für die Tochter trinamiX, die auf 3D-Bildgebung und Infrarot-Sensorik spezialisiert ist. Zudem übernimmt Daniel Wussow zum 1. April 2026 die Leitung des Bereichs Care Chemicals von Dr. Mary Kurian, die in den Vorstand aufsteigt.

Bilanzvorlage als nächster Wegweiser

Der vollständige und geprüfte Geschäftsbericht für 2025 wird am 27. Februar 2026 erwartet. Dann dürfte sich zeigen, ob die Cash-Stärke des Konzerns die operative Schwäche tatsächlich kompensieren kann – und welche der beiden konträren Analystensichten sich als zutreffender erweist.

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