Siemens Aktie: Fokus auf KI
Siemens rückt mit einer klaren KI-Strategie in die nächste Berichtssaison. Nach der CES-Präsentation mit NVIDIA steht nun die Frage im Raum, ob sich diese Technologieoffensive bereits in den Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 widerspiegelt. Am 12. Februar liefert der Konzern die erste Standortbestimmung nach einem starken Vorjahr.
Quartalszahlen im Blick
Am 12. Februar 2026 präsentiert Siemens im Rahmen einer Finanzkonferenz die Resultate für das zum 31. Dezember 2025 abgeschlossene erste Geschäftsquartal. Die Erwartungen sind klar umrissen.
Analystenschätzungen laut finanzen.net im Überblick:
- Erwarteter Gewinn je Aktie Q1 2026: 2,16 Euro
- Erwarteter Umsatz Q1 2026: 18,96 Mrd. Euro
- Prognostizierter Gewinn je Aktie GJ 2026: 10,90 Euro
- Erwarteter Umsatz GJ 2026: 82,93 Mrd. Euro
Damit knüpfen die Prognosen an das hohe Niveau des vergangenen Geschäftsjahres an. 2025 hatte Siemens einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 10,4 Milliarden Euro erzielt. Die Latte für 2026 liegt also spürbar höher.
An der Börse spiegelt sich diese Erwartungshaltung in einem robusten Kursbild wider: Die Aktie notiert heute bei rund 258 Euro und damit etwa 11 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von gut 27 Prozent zu Buche, gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 287,96 Euro zweistellig.
Industrial AI als strategischer Hebel
Inhaltlich setzt Siemens den Akzent klar auf „Industrial AI“ und das industrielle Metaverse. Auf der CES 2026 in Las Vegas kündigte der Konzern eine erweiterte strategische Partnerschaft mit NVIDIA an. Ziel ist der Aufbau eines „Industrial AI Operating System“, das alle Stufen der industriellen Wertschöpfung – von der Konstruktion über die Fertigung bis zum laufenden Betrieb – durchgängig mit KI-Technologie unterlegt.
Konkret umfasst die Zusammenarbeit mehrere Projekte:
- Adaptive Fertigung: Das Elektronikwerk in Erlangen soll 2026 zur ersten vollständig KI-gesteuerten, adaptiven Produktionsstätte weltweit werden.
- Digital Twin Composer: Eine neue Software für industrielle Metaverse-Anwendungen, die ab Mitte 2026 über den Siemens Xcelerator Marketplace verfügbar sein soll.
- Neun industrielle Copilots: KI-Assistenzlösungen für verschiedene Bereiche der industriellen Wertschöpfungskette.
Ein erstes Praxisbeispiel gibt es bereits: PepsiCo setzt den Digital Twin Composer ein, um Modernisierungen in US-Produktionsanlagen vorab zu simulieren. Damit unterlegt Siemens den strategischen Fokus auf digitale Zwillinge und KI mit konkreten Referenzanwendungen.
Kapitalstruktur: Aktienrückkauf stützt
Parallel zur Technologieoffensive optimiert Siemens weiter seine Kapitalstruktur. Zwischen dem 19. und 25. Januar 2026 hat der Konzern über Xetra weitere 248.687 eigene Aktien zurückgekauft. Das laufende Rückkaufprogramm wirkt damit weiterhin als unterstützender Faktor für den Gewinn je Aktie.
Die Kursentwicklung zeigt eine stabile Aufwärtstendenz: Auf 30‑Tage-Sicht liegt das Plus bei knapp 8 Prozent, während der Relative-Stärke-Index (RSI) mit rund 49 auf einem neutralen Niveau verharrt. Die Aktie bewegt sich damit deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 und 200 Tage, ohne in einen technisch überhitzten Bereich vorzudringen.
Fazit: Zahlen als Nagelprobe
Siemens geht mit Rückenwind in das neue Geschäftsjahr: ein profitables 2025, ambitionierte Analystenerwartungen, eine sichtbare KI-Strategie und ein laufendes Aktienrückkaufprogramm bilden den Rahmen. Entscheidend wird nun, ob die Quartalszahlen am 12. Februar die Ertragsdynamik bestätigen und zeigen, dass die Weichen Richtung Industrial AI nicht nur strategisch, sondern auch operativ greifen.
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