Salesforce Aktie: Analystenmeinung gefragt
Ein milliardenschwerer Auftrag der US-Armee trifft auf eine Aktie nahe ihres Jahrestiefs. Anleger wägen ab, ob der neue Deal reicht, um den zuletzt schwachen Kurs zu stützen oder zumindest den Abwärtstrend zu bremsen.
5,6-Milliarden-Vertrag mit US-Armee
Wichtigster Impuls ist ein bestätigter Großauftrag der US-Armee. Salesforce hat einen Indefinite Delivery/Indefinite Quantity (IDIQ)-Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Volumen von 5,6 Milliarden US-Dollar erhalten.
Die Umsetzung erfolgt über die Tochter Missionforce National Security (Computable Insights LLC). Ziel des Projekts ist es, Armeestrukturen und -prozesse mit Hilfe von Daten- und Cloud-Technologien zu modernisieren. Der Vertrag zeigt, dass öffentliche Auftraggeber trotz schwierigerem Marktumfeld weiter auf die Infrastruktur von Salesforce setzen.
Kursverlauf und jüngste Zahlen
Trotz des neuen Großauftrags bleibt die Aktie unter Druck. Gestern schloss der Titel bei 228,58 US-Dollar und liegt damit nur knapp über dem 52‑Wochentief von rund 219 US-Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten entspricht das einem Rückgang von etwa 34 bis 35 Prozent – deutlich schwächer als der breite Technologiesektor.
Bemerkenswert ist, dass die Schwäche beim Kurs nicht aus schwachen Quartalszahlen resultiert. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertraf Salesforce die Erwartungen:
- Non-GAAP-Gewinn je Aktie: 3,25 US-Dollar (Prognose: 2,86 US-Dollar)
- Umsatz: 10,26 Milliarden US-Dollar, plus 9 % gegenüber dem Vorjahr
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 213 Milliarden US-Dollar. Analysten sehen den Wert im Schnitt freundlicher und kommen auf ein Konsensrating „Moderates Kaufen“ bei einem durchschnittlichen Kursziel von 324,51 US-Dollar.
Institutionelle Investoren und interne Maßnahmen
Aktuelle Meldungen zu institutionellen Investoren zeichnen ein gemischtes Bild. Daten zum dritten Quartal 2025 zeigen unterschiedliche Schwerpunkte großer Adressen:
- Käufe:
- EPG Wealth Management LLC hat seine Position um 64,6 % ausgebaut und 5.020 Aktien zugekauft.
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Federated Hermes Inc. erhöhte seine Beteiligung um 85,3 %.
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Verkäufe:
- Die Bank of New York Mellon Corp verringerte ihr Engagement leicht um 2,3 % und trennte sich von 136.470 Aktien, hält aber weiterhin ein sehr großes Paket im Wert von über 1,3 Milliarden US-Dollar.
Auf Unternehmensseite setzt Salesforce die Integration seiner Zukäufe fort. Gestern wurden im Rahmen des Inducement Equity Incentive Plan Aktienpakete an Beschäftigte ausgegeben, die von den übernommenen Firmen Apromore, Spindle AI und Informatica zu Salesforce gewechselt sind. Der Konzern bindet damit Schlüsselkräfte aus den jüngsten Akquisitionen langfristig.
Kerndaten im Überblick
- Neuer Vertrag: 5,6 Mrd. US-Dollar, Laufzeit 10 Jahre, Auftraggeber US-Armee
- Aktueller Schlusskurs: 228,58 US-Dollar (gestern)
- 52‑Wochen-Spanne: 218,96 bis 367,09 US-Dollar
- Q3 GJ 2026: Gewinn je Aktie 3,25 US-Dollar (über Erwartung), Umsatz 10,26 Mrd. US-Dollar
- Marktkapitalisierung: ca. 213 Mrd. US-Dollar
- Analysten-Konsens: „Moderates Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 324,51 US-Dollar
Ausblick
In den kommenden Monaten dürfte vor allem entscheidend sein, wie schnell und profitabel der US-Armee-Vertrag in messbaren Umsatz und Gewinn übergeht und ob Salesforce das Wachstumstempo beim Umsatz über die jüngsten 9 % hinaus steigern kann. Zugleich bleibt im Blick, ob die Aktie sich stabilisieren kann, solange sie in der Nähe des 52‑Wochentiefs notiert und trotz übertroffener Erwartungen klar hinter dem Technologiesektor zurückbleibt.
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