BASF Aktie: Gewinneinbruch beschleunigt sich
Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen musste am Freitag deutlich schwächere Geschäftszahlen für 2025 vorlegen. Das bereinigte EBITDA sank um 9,5 Prozent auf 6,55 Milliarden Euro, nachdem bereits 2024 ein Rückgang zu verkraften war. Besonders kritisch: Das Kerngeschäft Chemicals erwirtschaftete im vierten Quartal praktisch keinen Gewinn mehr – minus eine Million Euro EBITDA. Ein Warnsignal, das die strukturellen Probleme des Konzerns offenlegt.
Freier Cashflow steigt – aber nur auf dem Papier
Auf den ersten Blick sieht die Entwicklung beim freien Cashflow positiv aus: Plus 79,5 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Doch die Ursache ist wenig schmeichelhaft. BASF kürzte die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Werte radikal von 6,2 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig gingen die operativen Cashflows um 1,34 Milliarden Euro zurück auf 5,61 Milliarden Euro. Der Konzern kauft sich hier also kurzfristige Liquidität durch Investitionsverzicht – keine nachhaltige Strategie für einen kapitalintensiven Chemiekonzern.
Die vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie bleibt zwar stabil, liegt aber deutlich über dem freien Cashflow von 1,34 Milliarden Euro. Die jährliche Ausschüttung beträgt rund 2 Milliarden Euro. BASF finanziert die Dividende also teilweise aus der Substanz und muss auf Erlöse aus Portfolio-Verkäufen zurückgreifen. Ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro bis Mitte 2026 soll die Investoren bei Laune halten.
Chemicals-Sparte bricht ein
Der Umsatz ging 2025 um 2,9 Prozent auf 59,66 Milliarden Euro zurück. Währungseffekte beim Dollar, Renminbi und Real belasteten zusätzlich. Während Agricultural Solutions um 16,1 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro EBITDA zulegte und Surface Technologies sogar um 244,1 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro explodierte, brach das Chemicals-Segment um 43,2 Prozent auf 747 Millionen Euro ein.
Für 2026 erwartet BASF ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Die Investitionen sollen bei 3,4 Milliarden Euro liegen. Das klingt nach Stabilisierung – doch die Prognose steht auf wackligen Beinen. Sie basiert auf einem Euro-Dollar-Kurs von 1,20 und einem Ölpreis von 65 Dollar je Barrel Brent. Zwei Annahmen, die angesichts geopolitischer Unsicherheiten optimistisch erscheinen.
Die Kostensenkungen zeigen zumindest Wirkung: Ende 2025 erreichte BASF eine jährliche Einsparrate von 1,7 Milliarden Euro, 100 Millionen über dem ursprünglichen Ziel. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden statt 2,1 Milliarden wie zuvor geplant. Die Belegschaft wurde bereits um 4.800 Mitarbeiter reduziert auf 108.251. Doch selbst massive Einschnitte können die strukturelle Schwäche im Chemiegeschäft nicht überdecken.
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