Bei Europas größtem Softwarekonzern rumort es gewaltig. Während der Aktienkurs in der Nähe des Jahrestiefs notiert, sorgen interne Streitigkeiten über ein neues Vergütungssystem für dicke Luft in der Belegschaft. Gleichzeitig signalisieren wichtige Kundengruppen wachsende Zurückhaltung bei den IT-Budgets, was den Druck auf das Management weiter erhöht.

Streitpunkt Bonussystem

Berichten vom Freitag zufolge sorgt das neue leistungsbasierte Vergütungsprogramm für erhebliche Missstimmung innerhalb des Konzerns. Der zentrale Vorwurf wiegt schwer: Während für weite Teile der Belegschaft strengere Maßstäbe gelten, sollen Führungskräfte auch dann bonifiziert worden sein, wenn sie ihre Ziele teilweise verfehlten. Das Unternehmen hat auf die Kritik reagiert und offenbar Millionenbeträge bereitgestellt, um das globale System nachzubessern. Diese internen Reibereien treffen SAP in einer sensiblen Phase, da das Vertrauen in den Vorstand laut Umfragen bereits gelitten hat.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Investitionsbereitschaft sinkt

Auch an der Kundenfront ziehen Wolken auf. Eine aktuelle Erhebung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) zeichnet ein Bild der Vorsicht. Zwar planen 38 Prozent der Unternehmen höhere IT-Budgets für 2026, doch der Anteil der Firmen, die Kürzungen vornehmen müssen, ist auf 24 Prozent gestiegen – ein deutlicher Zuwachs gegenüber den Vorjahren. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und hoher Energiekosten prüfen viele Kunden ihre Ausgaben kritischer und verschieben Investitionen.

Charttechnik und Geschäftsbericht

Diese Gemengelage hinterlässt deutliche Spuren am Kapitalmarkt. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 170,32 Euro und nähert sich damit bedrohlich ihrem 52-Wochen-Tief von 166,66 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus bereits auf über 15 Prozent. Inmitten dieser Kurschwäche veröffentlichte der Konzern seinen Geschäftsbericht für 2025. Daraus geht hervor, dass CEO Christian Klein eine Gesamtvergütung von 16,2 Millionen Euro erhielt. Einziger Lichtblick in der aktuellen Nachrichtenflut ist eine neue Partnerschaft mit dem FC Bayern München, der künftig auf die Cloud-Lösung „RISE with SAP“ setzt.

Für das Management in Walldorf wird die kommende Zeit zum Balanceakt. Es gilt, die internen Wogen zu glätten und gleichzeitig die zögerlichen Kunden zu überzeugen. Sollte die Stimmung weiter kippen, droht der Aktie ein Rutsch auf neue Tiefststände.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...