BASF legt heute die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor und bestätigt das gemischte Bild, das sich bereits im Januar abzeichnete. Während das operative Kerngeschäft unter Margendruck und Währungseffekten leidet, sorgt der Free Cash Flow für eine deutliche positive Überraschung. Investoren blicken nun gespannt darauf, ob der beschleunigte Konzernumbau und mögliche politische Entlastungen beim Emissionshandel die operative Schwäche kompensieren können.

Operative Schwäche, starke Kasse

Der Blick in die Bücher offenbart die Zwickmühle, in der der Chemieriese steckt. Mit einem Umsatz von 59,7 Milliarden Euro und einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,6 Milliarden Euro verfehlte BASF die eigenen ursprünglichen Ziele. Preisrückgänge und ein schwieriges Marktumfeld belasteten die Ertragskraft spürbar.

Doch abseits der operativen Tristesse lieferte Finanzvorstand Dirk Elvermann ein starkes Argument für die Bullen: Der Free Cash Flow sprang auf 1,3 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt weit über den Analystenschätzungen von rund 0,6 Milliarden Euro. Erreicht wurde dies durch eine strikte Ausgabendisziplin; die Investitionen wurden im Vergleich zum Vorjahr drastisch von 6,2 auf 4,3 Milliarden Euro gekürzt. Auch das Nettoergebnis übertraf dank Erträgen aus der Wintershall-Dea-Beteiligung die Prognosen deutlich.

Umbau und politische Hoffnung

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Der Konzernumbau hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Hohe Restrukturierungskosten drückten das EBIT auf 1,6 Milliarden Euro. Das Management betont jedoch, dass die Sparmaßnahmen schneller greifen als geplant. Dies ist in einem Umfeld, das von globalen Überkapazitäten und Zollstreitigkeiten geprägt ist, auch dringend notwendig.

Zusätzlichen Rückenwind erhält die Aktie derzeit aus Brüssel. Die Forderung des italienischen Industrieministers, den europäischen Emissionshandel (ETS) auszusetzen, sorgte zuletzt für Kursfantasie. Für BASF ist dies ein entscheidender Hebel: Vorstandschef Markus Kamieth warnte kürzlich, dass ohne Reformen die Kosten für CO₂-Zertifikate künftig die Milliardengrenze sprengen könnten. Eine politische Entlastung würde die Margen direkt verbessern.

Fazit

BASF zeigt sich als Unternehmen im Übergang. Die operative Basis schwächelt, doch die Finanzdisziplin stimmt und die Bilanz bleibt solide, was auch die Bestätigung des „A“-Ratings durch Fitch unterstreicht. Anleger honorierten die Kombination aus Cashflow-Stärke und politischer Hoffnung zuletzt: Die Aktie schloss gestern bei 49,65 Euro und konnte auf Wochensicht um 1,64 Prozent zulegen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob die gesunkenen Investitionen das zukünftige Wachstum gefährden oder ob der Verschlankungskurs die Profitabilität nachhaltig sichert.

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