BASF legt morgen die finalen Geschäftszahlen für 2025 vor – und die Vorzeichen sind gemischt. Während der Free Cashflow die Erwartungen deutlich übertraf, blieb das operative Ergebnis hinter den eigenen Zielen zurück. Gleichzeitig bekommt die Aktie Rückenwind durch die Debatte um eine Reform des EU-Emissionshandels.

Starker Cashflow, schwaches EBITDA

Die vorläufigen Zahlen vom 22. Januar zeigten ein zweigeteiltes Bild: Der Free Cashflow erreichte mit 1,3 Milliarden Euro mehr als das Doppelte des Analystenkonsenses und lag deutlich über der eigenen Prognose von maximal 0,8 Milliarden Euro. Ermöglicht wurde dies durch drastisch reduzierte Investitionsausgaben, die von 6,2 auf 4,3 Milliarden Euro sanken.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen enttäuschte hingegen mit 6,6 Milliarden Euro – unterhalb sowohl der Analystenerwartung als auch der unteren Grenze der BASF-Prognose von 6,7 Milliarden Euro. Der Umsatz ging leicht auf 59,7 Milliarden Euro zurück.

Beim morgigen Jahresbericht ab 9:00 Uhr MEZ richten sich die Blicke auf den Ausblick 2026 und mögliche Hinweise zur Investitionsstrategie. Die Telefonkonferenz leiten Vorstandschef Markus Kamieth und Finanzvorstand Dirk Elvermann.

EU-Emissionshandel: Reformdebatte treibt Kurs

Die Aktie profitierte heute von politischem Gegenwind für das EU-Emissionshandelssystem. Italiens Industrieminister Adolfo Urso fordert eine Aussetzung des Systems bis zu einer grundlegenden Reform. Die aktuellen Regelungen stellten eine zusätzliche Belastung für europäische Unternehmen dar.

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Für BASF steht viel auf dem Spiel: Kamieth bezifferte die jährlichen Kosten für CO₂-Zertifikate bereits auf dreistellige Millionenbeträge. Ohne Reform könnten diese bis in die 2030er Jahre auf eine Milliarde Euro steigen. Italien unterstützt zudem eine Verschiebung beim Auslaufen kostenloser Emissionszertifikate.

Während Chemiewerte wie Lanxess und Wacker Chemie ebenfalls zulegten, gerieten Zementhersteller unter Druck – sie hatten massiv in emissionsarme Produktion investiert, die bei gelockerten Vorgaben weniger wettbewerbsfähig wäre.

Personelle Weichenstellung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat nominierte Mark Garrett als neues Mitglied. Der 63-Jährige soll auf der Hauptversammlung am 30. April gewählt werden und Liming Chen nachfolgen, der sein Mandat auf eigenen Wunsch niederlegt. Garrett war von 2007 bis 2018 CEO von Borealis und bis 2023 Aufsichtsratsvorsitzender der OMV.

Am Freitag wird sich zeigen, ob BASF den starken Cashflow in 2026 bestätigen kann oder ob die niedrigen Investitionen nur eine Einmalmaßnahme waren. Die Anlegerkonferenz ab 10:30 Uhr MEZ dürfte weitere Einblicke in die strategische Ausrichtung geben.

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