Der Kampf um die Vorherrschaft im lukrativen Diabetes- und Adipositas-Markt geht in die nächste Runde. Eli Lilly hat detaillierte Phase-III-Daten veröffentlicht, die einen direkten Schlagabtausch mit dem dänischen Platzhirsch Novo Nordisk darstellen. Die Ergebnisse für den oralen Wirkstoffkandidaten Orforglipron deuten darauf hin, dass der US-Pharmariese im Tablette-Segment die Nase vorn haben könnte und den Wettbewerbsdruck massiv erhöht.

Klarer Punktsieg in Phase III

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die sogenannte ACHIEVE-3-Studie. Über einen Zeitraum von 52 Wochen wurde Lillys Hoffnungsträger Orforglipron direkt mit der oralen Variante von Novo Nordisks Semaglutid verglichen. Die Daten sprechen eine deutliche Sprache: Patienten, die Lillys 36-mg-Dosis erhielten, konnten ihren Langzeitblutzucker (A1C) um 2,2 Prozent senken und ihr Körpergewicht um durchschnittlich 9,2 Prozent reduzieren.

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Im Vergleich dazu fiel die Wirkung beim Konkurrenzprodukt geringer aus: Hier lag die A1C-Reduktion bei 1,4 Prozent und der Gewichtsverlust bei 5,3 Prozent. Zwar brachen bei Lillys Kandidaten mehr Probanden die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen ab, doch die überlegene Wirksamkeit stärkt Lillys Position bei den Aufsichtsbehörden. Das Unternehmen hat die Zulassung bereits in mehreren Ländern beantragt.

Positive Signale aus Europa

Neben dem Kerngeschäft Diabetes und Adipositas meldet der Konzern auch Fortschritte im Immunologie-Portfolio. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat eine positive Stellungnahme zur Erweiterung der Zulassung von Olumiant abgegeben. Das Medikament soll künftig auch bei Jugendlichen mit schwerem kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) eingesetzt werden dürfen. Diese Empfehlung gilt als entscheidende Vorstufe für die finale Entscheidung der EU-Kommission.

Marktreaktion und Ausblick

Die neuen Studiendaten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger die Preisstrategien der Pharmakonzerne genau beobachten. Berichte über geplante Preissenkungen bei Novo Nordisk hatten zuletzt für Unruhe gesorgt. Eli Lillys Aktie zeigte sich hingegen robust und beendete den Handel am Freitag mit einem Plus von 2,88 Prozent bei 890,90 Euro.

Mit den vorliegenden Daten untermauert Eli Lilly seinen Anspruch auf die Marktführerschaft im Incretin-Bereich. Entscheidend für den langfristigen Erfolg von Orforglipron wird nun sein, wie die Regulierungsbehörden das Verhältnis von überlegener Wirksamkeit zu den etwas häufigeren Nebenwirkungen bewerten.

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