AppLovin Aktie: Regulierungsdruck
AppLovin kommt operativ voran – doch ausgerechnet die Regulierung bremst die Fantasie. Eine laufende SEC-Untersuchung rückt wieder in den Vordergrund und überlagert zuletzt bessere Stimmung. Wie groß ist das Risiko wirklich, wenn die Behörde weder Umfang noch Vorwürfe klar benennt?
SEC: Untersuchung läuft weiter
Auslöser für den Abverkauf war die verzögerte Reaktion des Marktes auf einen Bericht vom Freitag. Demnach ist eine Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC zu AppLovin weiterhin „aktiv und andauernd“. Das wurde öffentlich, weil die SEC die Herausgabe interner Dokumente verweigerte – mit der Begründung, eine Veröffentlichung könne einer laufenden Enforcement-Untersuchung schaden.
Die Behörde verwies dabei auf klassische Risiken: Beteiligte könnten Beweise konstruieren, Zeugen beeinflussen oder Dokumente verändern. Wichtig: Laut Reuters hat die SEC bislang weder den konkreten Gegenstand noch die Reichweite der Untersuchung offengelegt – und AppLovin sowie Verantwortliche auch nicht eines Fehlverhaltens beschuldigt. Der Ursprung soll in einer Whistleblower-Beschwerde sowie mehreren Shortseller-Berichten der vergangenen Monate liegen. Bereits im Oktober 2025 war berichtet worden, es gehe um Vorwürfe, AppLovin habe gegen Vereinbarungen mit Plattformpartnern verstoßen, um stärker zielgerichtete Werbung auszuspielen.
Kurs: Erholung abgeräumt
Mit dem Rücksetzer am Montag wurden die Gewinne der Vorwoche praktisch ausgelöscht. Der Schlusskurs lag bei 322,85 Euro. Damit steht die Aktie seit Jahresbeginn deutlich im Minus (YTD: -38,81%) – trotz einer leichten Erholung auf Wochensicht.
Dass die Nervosität hoch bleibt, zeigt auch der Blick auf die Trendlage: Der Kurs notiert klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt (484,47 Euro). Technisch wirkt das wie ein Markt, der erst wieder Vertrauen aufbauen muss.
Starke Zahlen – aber Risiken dominieren
Brisant ist der Kontrast zur operativen Entwicklung. AppLovin hatte für das vierte Quartal 2025 laut den zitierten Berichten kräftiges Wachstum gemeldet: 1,66 Milliarden Dollar Umsatz (+66% zum Vorjahr) sowie 3,24 Dollar Gewinn je Aktie – beides über den Erwartungen. Die bereinigte EBITDA-Marge lag demnach bei 84%, der Free Cashflow stieg auf 1,31 Milliarden Dollar (+88%).
Auch der Ausblick auf das erste Quartal 2026 blieb im Quelltext konstruktiv: 1,745 bis 1,775 Milliarden Dollar Umsatz (5% bis 7% Wachstum gegenüber dem Vorquartal) und eine erwartete EBITDA-Marge von erneut 84%. Trotzdem hatten die Aktien nach den Zahlen bereits stark nachgegeben, weil Wettbewerbs- und Marktsorgen den „Beat“ überlagerten.
Unterm Strich prallen hier zwei Welten aufeinander: starke Kennzahlen auf der einen Seite, eine ungeklärte regulatorische Baustelle auf der anderen. Der nächste Impuls dürfte weniger aus dem Tagesgeschäft kommen – sondern aus allem, was die SEC zur Untersuchung (nicht) sagt.
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