Die Fiserv-Aktie verlor am Montag fast 5 Prozent und rutschte auf rund 58 Dollar. Auslöser war eine Kurszielkürzung durch die Investmentbank B. Riley, die Sorgen um die Ertragsentwicklung des Zahlungsdienstleisters verschärfte. Über zwölf Monate summiert sich der Verlust mittlerweile auf etwa 75 Prozent.

B. Riley senkt Kursziel wegen EPS-Prognose

Analyst Hal Goetsch reduzierte sein Kursziel von 72 auf 69 Dollar und begründete den Schritt mit erwarteten Rückgängen beim Gewinn je Aktie in den kommenden Quartalen. Für den Zeitraum 2023 bis 2027 rechnet er mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von knapp 5 Prozent. Eine Erholung erwartet Goetsch frühestens 2027. Die Abstufung um nur 3 Dollar traf einen nervösen Markt und verstärkte den Abwärtsdruck.

Institutionelle Investoren ziehen sich zurück

Der Madison Large Cap Fund gab im vierten Quartal 2025 seine gesamte Fiserv-Position auf. In einem Investorenbrief verwies der Fonds auf enttäuschende Ergebnisse im Segment Financial Solutions, wo die Umsätze rückläufig waren. Zudem habe das neue Management eingeräumt, dass zusätzliche Investitionen nötig seien – ein Signal, das die Überzeugung in das dauerhafte Wachstumsprofil untergrub. Die Zahl der Hedgefonds mit Fiserv-Beteiligungen sank zum Quartalsende auf 82.

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Zahlen zeigen schwaches Momentum

Das vierte Quartal 2025 brachte beim bereinigten Gewinn je Aktie eine positive Überraschung: 1,99 Dollar statt erwarteter 1,90 Dollar. Doch die Details dämpfen die Stimmung. Der Umsatz nach GAAP stieg im Quartal nur 1 Prozent auf 5,28 Milliarden Dollar, organisch war er stagnierend. Der bereinigte Gewinn je Aktie brach im Jahresvergleich um 21 Prozent ein. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte Fiserv 21,19 Milliarden Dollar Umsatz – ein Plus von 4 Prozent.

Die Prognose für 2026 fällt verhalten aus: Organisches Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent und ein bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 8,00 und 8,30 Dollar. CEO Mike Lyons bezeichnete 2026 als Übergangsjahr, in dem das Unternehmen im Rahmen des „One Fiserv"-Aktionsplans strategische Lücken schließen will.

Aktivist Jana Partners steigt ein

Mitte Februar meldete der aktivistische Investor Jana Partners eine Beteiligung von rund 2,2 Millionen Aktien – knapp 1 Prozent. Jana drängt auf eine Beschleunigung beim Ausbau des Kernbankgeschäfts und fordert eine strategische Prüfung, die den Verkauf nicht-strategischer Bereiche einschließen könnte. Fiserv erklärte, man schätze die Perspektiven der Aktionäre und arbeite am Fortschritt des One-Fiserv-Plans. Jana unterstützt CEO Lyons und dessen Fokus auf bessere Umsetzung sowie eine Erneuerung des Vorstands.

Ausblick: Übergangsjahr mit offenem Ende

Fiserv steht unter Druck. Schwaches Wachstum, abwandernde Großinvestoren und ein aktivistischer Aktionär prägen das Bild. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 57,79 Dollar. Am 14. Mai findet in New York ein Investorentag statt – ein Termin, an dem das Management zeigen muss, ob der Transformationsplan trägt.

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