Micron schiebt den nächsten Termin in den Kalender – und der dürfte für die Aktie wichtiger sein als manche Schlagzeile. Am 18. März legt der Speicherchip-Hersteller seine Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vor. Entscheidend wird, ob der KI-getriebene Nachfrageboom wirklich so stark bleibt, wie das Management zuletzt signalisiert hat.

Termin steht – und die Messlatte liegt hoch

Micron teilte gestern (Dienstag) mit, dass der Ergebnis-Call für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Mittwoch, den 18. März, stattfindet. Der Webcast läuft über die Investor-Relations-Seite des Unternehmens.

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Der Termin ist deshalb so relevant, weil Micron bereits eine ambitionierte Prognose in den Raum gestellt hat. Für das laufende Quartal stellte das Unternehmen einen Umsatz von 18,70 Mrd. US-Dollar (plus/minus 0,4 Mrd.) in Aussicht. Zudem peilt Micron eine Non-GAAP-Bruttomarge von 68,0% (±1,0%) sowie ein verwässertes Non-GAAP-Ergebnis je Aktie von 8,42 US-Dollar (±0,20) an. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lagen die Erlöse bei 13,64 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 57% gegenüber dem Vorjahr.

KI-Nachfrage trifft auf knappe Versorgung

Der Kern der aktuellen Story bleibt die rasant steigende Nachfrage nach Speicher für KI-Infrastruktur – insbesondere High-Bandwidth Memory (HBM), DRAM und Speicherlösungen für Rechenzentren. Microns CFO Mark Murphy sagte Mitte Februar auf einer Branchenkonferenz, der Ausblick habe sich seit dem letzten Earnings Call „weiter verbessert“. Die Nachfrage liege „deutlich über“ dem, was Micron und die Branche derzeit liefern könnten.

Spannend ist dabei vor allem der Zeithorizont: Murphy rechnet damit, dass die angespannte Angebots-Nachfrage-Lage über 2026 hinaus anhält. Gleichzeitig verwies er auf Fortschritte bei mehrjährigen Liefervereinbarungen mit konkreten Abnahmezusagen einzelner Kunden. Genau solche Verträge können den Boom in planbarere Umsätze übersetzen – und die Erwartungen an die kommenden Quartale stützen.

Analysten drehen an Kurszielen – Aktie bleibt nahe Hoch

Vor den Zahlen wurde auch der Ton an der Analystenfront offensiver. Needham hob das Kursziel Mitte Februar auf 450 US-Dollar an. Die Deutsche Bank ging noch einen Schritt weiter und erhöhte ihr Ziel von 300 auf 500 US-Dollar – mit Verweis auf eine sich verknappende DRAM-Versorgung. Gleichzeitig lag das durchschnittliche Kursziel laut den im Quelltext genannten Daten Ende vergangener Woche bei rund 390,90 US-Dollar und damit deutlich unter dem damaligen Handelsniveau. Das zeigt: Nicht alle sind bei der Rally im gleichen Tempo mitgegangen.

Auch technisch kommt die Erwartungshaltung im Kursbild an: Auf Basis der bereitgestellten Daten notierte die Aktie gestern bei 355,00 Euro, nur rund 4,35% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 371,15 Euro.

Zum Ausbau der Produktions-Story passt zudem die Nachricht von Lam Research: Der Ausrüster hat in Boise (Idaho) ein neues Büro eröffnet, in dem zunächst rund 150 Mitarbeiter an gemeinsamer Forschung und Unterstützung für die Serienfertigung arbeiten sollen. Micron betonte in dem Zusammenhang, dass Lam-Werkzeuge die Fertigung leistungsfähiger Speicherchips mit sehr hoher Präzision ermöglichen.

Am 18. März wird Micron dann liefern müssen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: Der Markt dürfte vor allem darauf schauen, ob das Unternehmen seine hohe Umsatz- und Margenprognose bestätigt und ob sich die Knappheit bei DRAM/HBM weiterhin so klar in Auftragssicht und mehrjährigen Kundenvereinbarungen niederschlägt.

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