Rheinmetall Aktie: Auftragsflut
Rheinmetall liefert gerade gleich mehrere Impulse auf einmal: Neue Systeme auf der Enforce Tac, ein frischer Bundeswehr-Auftrag im dreistelligen Millionenbereich – und dazu Berichte über ein mögliches Interesse an Mynaric. Der rote Faden ist klar: Der Konzern baut seine Position in Verteidigung und zunehmend auch in strategischer Kommunikationstechnologie aus. Doch was ist für die Aktie der entscheidendere Treiber – der nächste Großauftrag oder die mögliche Übernahmefantasie?
Enforce Tac: Produkte für Spezialkräfte
Auf der Enforce Tac 2026 (23. bis 25. Februar) in Nürnberg nutzt Rheinmetall die Bühne für mehrere Premieren. Im Zentrum steht die Deutschlandpremiere des Fuchs JAGM, laut Unternehmen das weltweit erste Fahrzeug mit 24 vertikal gestarteten AGM-179 JAGMs von Lockheed Martin.
Daneben zeigt der Konzern ein neues modulares Körperschutzsystem, einen gewichtsreduzierten Gefechtshelm und das Luftsturmfahrzeug Caracal. Letzteres ist bereits bei Deutschland, den Niederlanden und der Ukraine im Einsatz; Deutschland und die Niederlande haben laut Rheinmetall insgesamt 3.058 Caracal-Fahrzeuge für ihre gemeinsamen Luftlandeverbände bestellt.
Bundeswehr-Projekt Luchs 2: Lieferung bis 2031
Konkreter für die Visibilität der Auslastung ist der jüngste Auftrag rund um das Aufklärungsfahrzeug Luchs 2: General Dynamics European Land Systems (GDELS) erteilte Rheinmetall ein Auftragspaket im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Zum Paket gehören unter anderem:
- 274 CT-025-Türme (erste Großserienbestellung des neu entwickelten, unbemannten Mittelkaliberturms; Lieferung bis 2031 durch Rheinmetall Electronics in Bremen)
- die Oerlikon KBA 25mm-Maschinenkanone (Fertigung bei Rheinmetall Italia in Rom)
- sechs Gefechtssimulationsanlagen inklusive Lasersimulationssystemen für Ausbildung
Der Luchs 2 ist Teil eines größeren Modernisierungsvorhabens: Hintergrund ist ein im Oktober 2025 an GDELS vergebener Rahmenvertrag über rund 3 Milliarden Euro für 274 Aufklärungsfahrzeuge auf Basis der Piranha-6x6-Plattform.
Mynaric: Bericht über mögliches Interesse
Zusätzliche Aufmerksamkeit bringt ein Bericht von SpaceNews (22. Februar), wonach Rheinmetall ein Übernahmegebot für den Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric erwägen soll. Damit würde Rheinmetall eine bereits angekündigte Übernahme durch Rocket Lab herausfordern. Eine öffentliche Stellungnahme von Rheinmetall dazu liegt laut Bericht bislang nicht vor.
Im Fokus steht Mynarics Technologie für optische Inter-Satelliten-Links. Sie gilt als strategisch relevant – sowohl für die europäische IRIS²-Konstellation als auch für sichere Kommunikation der Bundeswehr. Sollte es zu einem Deal kommen, würde Rheinmetall damit eine Schlüsselkomponente für weltraumgestützte Kommunikation ins Portfolio holen.
Zum Gesamtbild passt: Im Februar meldete Rheinmetall zudem einen NATO-Abruf für 120mm-Panzermunition von rund 200 Millionen Euro sowie einen Schweden-Auftrag für das Seasnake-30-System (Erstvolumen 63 Millionen Euro). Zudem wurde die EU-Freigabe für die Übernahme von NVL und Blohm+Voss berichtet.
Zum Handel: Die Aktie schloss gestern bei 1.727,00 Euro und liegt damit nahezu auf Höhe des 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitts. Der RSI (14 Tage) von 83,7 signalisiert dabei eine stark gelaufene Phase, während der Kurs rund 13,43% unter dem 52‑Wochen‑Hoch notiert.
Im Ausblick hatte das Management zuletzt für 2026 operative Verteidigungsumsätze von 15 bis 16 Milliarden Euro (inkl. NVL) bei 18 bis 20% operativer Marge genannt und einen angepeilten Auftragsbestand von rund 135 Milliarden Euro zum Jahresende 2026 in den Raum gestellt – die jüngsten Meldungen liefern dafür die passenden Bausteine.
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