Spekulationen um eine mögliche Partnerschaft mit OpenAI haben die Applovin-Aktie deutlich angetrieben. Marktgerüchten zufolge könnte der KI-Pionier die Werbetechnologie von Applovin nutzen, um ChatGPT zu monetarisieren. Parallel dazu treibt das Unternehmen den Aufbau einer eigenen Social-Media-Plattform voran – ein gewagter Strategiewechsel, der auf einem massiven finanziellen Polster ruht.

Spekulation trifft auf Technologie

Auslöser für das deutliche Kursplus am heutigen Freitag sind unbestätigte Berichte, wonach OpenAI eine Kooperation erwägt. Ziel sei es, Werbung in den ChatGPT-Dienst zu integrieren. Investoren spekulieren darauf, dass Applovins etablierte "Axon"-Engine diese neue Einnahmequelle steuern könnte. Obwohl keine offizielle Bestätigung vorliegt, gewannen die Gerüchte an Fahrt, nachdem Investoren und Finanzmedien über entsprechende Andeutungen im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei OpenAI berichteten. Mit einem Anstieg von über 6 Prozent auf aktuell 372,00 Euro reagierte der Markt prompt auf diese Fantasie.

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Die „Reverse Meta“-Strategie

Abseits der Gerüchteküche gibt es handfeste operative Entwicklungen: Applovin expandiert aktiv über seine Rolle als reiner Werbevermittler hinaus. Eine aktuelle Stellenausschreibung deutet auf den Aufbau eines sozialen Netzwerks der nächsten Generation hin. Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von TikTok-Assets im Jahr 2025 verfolgt das Management nun offenbar eine „Reverse Meta“-Strategie.

Während Meta erst ein soziales Netzwerk aufbaute und darauf ein Werbegeschäft setzte, nutzt Applovin seine bereits hochprofitable Werbemaschine, um nun die passende Plattform für Endverbraucher zu entwickeln. Chief Product Officer Giovanni Ge hatte entsprechende Pläne bereits angedeutet; gesucht wird nun konkret Personal für das digitale Rückgrat dieser neuen Plattform.

Massive Margen als Fundament

Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament, was die jüngste Volatilität etwas abfedert. Im vierten Quartal erzielte Applovin einen Umsatz von 1,66 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Besonders bemerkenswert ist die Profitabilität: Mit einem Nettogewinn von rund 1,10 Milliarden Dollar erreichte der Konzern eine außergewöhnliche Nettomarge von etwa 66 Prozent. Diese Effizienz verschafft Applovin den nötigen finanziellen Spielraum, um den ambitionierten Umbau in Richtung Social Media aus dem laufenden Cashflow zu finanzieren.

Die Kombination aus extrem starken Margen und neuer Wachstumsfantasie durch KI und Social Media kommt am Markt gut an. Sollten sich die Gerüchte um die OpenAI-Partnerschaft konkretisieren, würde dies die strategische Positionierung von Applovin signifikant aufwerten. Bis dahin bleibt der Fokus auf der operativen Umsetzung der angekündigten Plattform-Expansion.

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